Gersprenz Gewäsch - Folge 40

Shownotes

Vom ältesten und größten Kasten Zimmerns, den "Hippies" von der Obermühle und einem ganz außergewöhnlichen Wohnprojekt erzählen uns in dieser Folge - vor der Sommerpause - Alex und Martin.

Was bewegte Alex und seine Familie 2020 den ältesten und auch größten (und schönsten) Schuppen im ganzen Ort zu kaufen und dort ein außergewöhnliches Wohnprojekt zu starten?

Wie kommt man darauf, ein derartig alternatives Wohnkonzept anzustreben und wo findet man dafür geeignete Mitstreiter? Startet man einfach online einen Aufruf oder wie finden sich Gleichgesinnte zusammen?

Was genau ist dieses "Wohnprojekt" eigentlich, sind das alles "Alternative", wohnt dort ein Guru, der seine Jünger um sich schart, oder handelt es sich einfach um eine abgewandelte Form eines Mehrfamilienhauses?

Wie löst man in so einer großen Gemeinschaft Konflikte? Läuft da immer alles reibungslos, weil alle am gleichen Strang ziehen, oder gibt es auch viele Diskussionen und Streitigkeiten?

Dass sich die Obermühle mit so großer historischer Bedeutung gelegentlich für die Öffentlichkeit öffnen muss, war Alex von Anfang an klar. Und das tun die dort ansässigen Familien mit Herzblut und ganz viel Charme.

Darauf könnt ihr Euch freuen - begegnet den Menschen aus der Obermühle heute hier im Podcast oder persönlich am Kerbmontag, wenn die Obermühle wieder ihre Tore für die Zimmner öffnet.

Pünktlich vor der Kerb melden wir uns auch mit Gersprenz Gewäsch - Folge 41 zurück. GUDE

Transkript anzeigen

00:00:05: Gerspränzgewäsch, der Podcast mit Alex und Annette.

00:00:13: Gute!

00:00:14: Und herzlich willkommen zu unserem Podcast.

00:00:16: Gersprenzgewäsch heute wieder am Küchentisch mit Durchzug Gott sei Dank bei gefüllten sechzig Grad plus bei der Alex.

00:00:24: Wir freuen uns riesig weil wir haben heute Eigentlich ein Superthema, waren ganz schön historisch in den letzten Folgen und irgendwie ist es auch heute so.

00:00:33: Es geht mich um die Obermühle.

00:00:36: Die Obermähle in Großzimmern, eines der ältesten Gebäude hier auch nachweislich... Ich glaube das ist sogar das Älteste!

00:00:43: Ja aber es geht vor allen Dingen ums Leben in der Obermöhle denn die Obermilie beherbergt gerade oder seit ein paar Jahren schon ein ganz tolles außergewöhnliches Wohnprojekt Und ich freue mich riesig und ich glaube, Alex freut sich auch riesig.

00:00:59: Wie strahlt wie mich?

00:01:00: Dass Alex und Martin heute da sind.

00:01:03: Gude ihr beiden!

00:01:05: Wie schön dass ihr mit uns schwitzt.

00:01:08: Ja hallo

00:01:10: Gudes auch

00:01:12: Sehr schön.

00:01:13: Ich finde es super, dass ihr heute hier seid.

00:01:15: Dass wir mit euch ein bisschen über die Obermühle, über euer Wohnprojekt, also hauptsächlich über das Wohnprojekt sprechen dürfen.

00:01:21: und Alex du hast das ja diese Obermähle vor ein paar Jahren mit deiner Frau glaube ich gekauft, so habe ich das verstanden?

00:01:28: Und wie seid ihr denn damals als Nichtzimmer auf dieses Gebäude oder auf dieses Gebäude Ensemble eigentlich eher aufmerksam geworden, dass es zum Verkauf steht?

00:01:38: Also... Aufmerksam geworden sind wir im Prinzip ganz klassisch über eine Online-Pronosse bei einem der zwei oder drei großen Portale, die es da gibt.

00:01:49: Und in dem Moment als das aufpoppte waren wir schon seit einer ganzen Weile auf der Suche nach einem Objekt irgendwie in der Art mit so grob der Idee im Kopf ein gemeinschaftliches Wohnprojekt zu starten hatten uns dann auch in der Vergangenheit andere Sachen angeschaut, also es ging uns jetzt nicht primär darum irgendwie nach Zimmern zu kommen und wir haben irgendwie im ganzen Umkreis rund um Darmstadt.

00:02:19: Das war schon so ein bisschen die Zielregion, sag ich mal für uns weil meine Frau und ich uns in Darmstad kennen gelernt haben und wir dann in Dramstadt gewohnt haben und irgendwann dann gesagt haben ne?

00:02:29: Wir würden gerne eben in so einem Wohnprojekt oder irgendeine Art von gemeinschaftlicher Wohnform ziehen, haben uns dann Umgebung einiges angeschaut, was schon existiert hat.

00:02:40: Das hat aber alles nicht so richtig für uns gepasst.

00:02:43: die einen waren.

00:02:44: Der hat zu teuer oder es hat einfach vieles nicht gepasst.

00:02:48: und dann haben wir irgendwann eben gesagt naja dann lass doch mal schauen ob wir das selber hinkriegen erst mit noch ein paar Freunden, die auch ähnliche Ideen hatten.

00:02:56: Es war uns schon klar, dass wir jetzt nicht irgendwie kamen.

00:02:58: Wir haben vorher in der WG gewohnt...

00:03:00: Ah das wollte ich fragen!

00:03:01: Also ihr wart in einer WG und dann habt ihr irgendwann gesagt okay keine WG mehr, wir wollen was Neues aber wir wollen nicht das klassische Einfamilienhaus?

00:03:08: Genau, wir waren in der wg mit Kind es waren auch jetzt nicht alles, es waren nicht Studenten sondern es waren Berufstätige, aber wir waren im WG.

00:03:16: Wir hatten einen Kind, das zweite war dann noch nicht ganz unterwegs aber es war schon absehbar, dass mir auch irgendwann ein zweites Kind noch haben würden.

00:03:24: und dann hat eines schönen Tages mehr oder weniger.

00:03:28: Dann kann man sagen, meine Frau gesagt du das ist ja irgendwie alles schön und gut mit deinen Ideen vom gemeinschaftlichen Zusammenleben aber ich habe einfach keinen Bock mehr darauf mir Bart und Küche mit irgendwelchen anderen Leuten zu teilen.

00:03:42: Genau und das war so ein bisschen dann eben unser Startpunkt dass wir angefangen haben so okay welche was gibt's denn?

00:03:47: Und haben da einfach auch dann zu dem Zeitpunkt nichts gefunden was für uns gepasst hätte.

00:03:52: Es

00:03:52: hat dann ein bisschen gedauert.

00:03:54: Das hat zwischen dieser Realisierung, der Erkenntnis und dem finalen Einzug hier in die Obermühle... das waren bestimmt drei Jahre.

00:04:09: Wir haben erst mal geschaut im Wohnprojekt.

00:04:12: Was gibt es da?

00:04:12: Da haben wir nichts gefunden.

00:04:13: Dann hatten wir diese Gruppe von anderen Menschen mit uns, die auch Enns-Ideen hatten.

00:04:18: So ein gemeinschaftliches Projekt aber mit abgetrennten Wohnungen irgendwie Berührungspunkten und dann habe ich mich auf die Suche gemacht.

00:04:26: Dann haben wir nach einiger Zeit einen Hof in Frankenhausen gefunden, der hat dann grob von der Größe und der Fläche und dem Ganzen gepasst.

00:04:37: Dann hab' ich das durchkalkuliert.

00:04:40: Was würde uns das kosten?

00:04:41: Wie viele Wohnflächen wie Wohnfläche, wie viele Wohneinheit?

00:04:44: Wie könnte da eine Aufteilung sein?

00:04:46: Es war auch denkmalgeschützt.

00:04:47: Und wenn man schon mal beim Denkmalschutz abgefragt könnten ... Denkbar, dass irgendwie die bestehenden Nutzflächen dazu wohnen, um zu wandeln.

00:04:55: Auch aus denkmalschützerischer Sicht und so.

00:04:57: Und dann hatte ich das alles schon mal als grobe Skizze soweit, dass man hätte eine detailliertere Planung im Gespräch mit Banken und sonstige Sachen gehen können.

00:05:08: Dann sind im Prinzip kann man sagen die Leute, die da vorher Interesse bekundet hatten, aber abgesprungen bei den Einwass jetzt gerade... Kinder noch so klein oder irgendwie gerade einen neuen Job angefangen.

00:05:22: Oder was auch immer ist, hat auf jeden Fall irgendwie dann nicht gepasst.

00:05:25: Also das heißt ich stande dann alleine davon?

00:05:27: Wir standen

00:05:27: dann auf einmal wieder ungefähr am Punkt Null.

00:05:31: Immer noch in der WG, immer noch keine eigene Küche und kein eigenes Zwarb.

00:05:36: Und... Ich habe dann ein bisschen im Mut der Verzweiflung einfach dieses Exposee, was sich zusammengebaut hatte eigentlich für dieses Gemeinschaftsprojekt der Bank geschickt Mehr oder weniger einfach mal so frei raus gesagt hier, das wäre eine Option.

00:05:53: Wäre es nur ansatzweise denkbar dass ich als freiberuflicher meine Frau mit Kind jetzt hatte dann auch schon wieder angefangen zu arbeiten aber also in Sohne mit jungen Familie werde es irgendwie in irgendeiner Art und Weise denkbar, dass wir da eine Finanzierung bekommen und habe das eigentlich... eher schon so, dass ich das nur deshalb gemacht habe um eben die sagen zu können guck da gucke ich hab's gemacht und die haben meinen gesagt.

00:06:17: Ich hab es versucht!

00:06:20: Was soll ich machen?

00:06:23: Und dann sagen sie ja!

00:06:24: Krass!

00:06:25: Und natürlich bis zu dem...bis die dein Ja gesagt hatten war natürlich das Objekt schon wieder vom Fisch.

00:06:32: War dann weg.

00:06:32: aber ich wusste das geht

00:06:35: Ja.

00:06:35: Die würden das machen.

00:06:36: und habt dann auch verstanden, dass es in dem Fall einfach gar nicht so sehr darum ging wie hoch ist unser Einkommen?

00:06:44: Weil das natürlich ein großes Objekt übersteigt, in der Regel irgendwie das frei verfügbare Einkommen von einer jungen Familie.

00:06:50: Sondern es ging denen halt einfach nur darum, dass ich Ihnen plausibel erklären kann Wie

00:06:54: viele Mietfläche hast du?

00:06:55: So wie viel Mundfläche habe ich, die Roh-Mieterträge.

00:06:57: Wo kommt der Caschloher her?

00:06:58: Also dann hab' ich einen positiven Caschlor oder nicht und als sich das dann gecheckt hat so haben wir gesagt okay dann können wir ja auch irgendwie das versuchen alleine auf die Beine zu stellen.

00:07:08: Dann sind wir an zwei drei anderen Sachen dran, da kam noch ein großes Ding.

00:07:13: Das ist vielleicht noch ganz kurz.

00:07:16: erwähnenswert wäre war denn wir hatten eine größere Hofreite in Rheinheim-Überau, an der wir interessiert waren.

00:07:20: Das hat dann auch relativ lange gedauert natürlich bis man da irgendwie nicht weiß die Planung und wisst das alles so.

00:07:25: aber dann am Ende hätten wir das machen können.

00:07:27: Da waren wir auch echt sehr weit hatten irgendwie Energieberater engagiert damit wir irgendwie keine Fähigredite bekommen und hin und her also auf jeden Fall.

00:07:33: Also sehr viel ist sehr viel Arbeit und dann am ende auch tatsächlich Geld reingeflossen.

00:07:38: und dann haben wir ein Angebot gemacht hat sich der Verkäufer dann entschieden, das doch nicht zu verkaufen.

00:07:47: Also das Objekt überhaupt selber zu behalten und das mit seinen Kindern selbst umzubauen was für uns so ein bisschen oder gerade also jetzt für mich weil ich da halt der war, der auch so richtig da involviert war schon ein ziemlich krasser Dauner war, weil ich halt da wirklich wieder in dreiviertel Jahr dann da Energie reingesteckt habe.

00:08:08: Das

00:08:08: heißt er hat wahrscheinlich einfach dein Konzept genutzt?

00:08:11: ob er das jetzt am Ende gemacht hat oder nicht.

00:08:13: Für mich hat es sich zu dem Zeitpunkt auf jeden Fall so angefühlt, ne?

00:08:16: Also es hat sich so angefühlt wie so du puttest jetzt da einen dreiviertel Jahr lang irgendwie neben der Arbeit, Nebenkinder, neben dem Ganzen irgendwie extrem viel Energie rein und dann zusätzlich auch noch Geld.

00:08:27: Und dann nimmt er halt alles das was wir gemacht hast und sagt alles klar

00:08:30: Schmachsätze Das

00:08:31: hört's doch nach einem vernünftigen Plan

00:08:33: an!

00:08:33: Danke dafür.

00:08:34: Ja, das mach ich mal auch Okay Aber dann war die Obermülle da

00:08:39: Genau.

00:08:39: Und dann war ich irgendwie so ein bisschen erst mal bedient und dann kam das irgendwie relativ kurz danach, aber eben dass sich auf einmal diese Anzeige gesehen hat von der Obermühle.

00:08:49: Und die war schon zu dem... also schon als ich sie gesehen habe, war es klar, dass die irgendwie... Also das war fast schon so ein bissel zu schön um wahrzusehen weil die halt einfach noch... also man sondiert ja dann schon so, hat sich schon sehr viel angeschaut und alles hat irgendwie so'n bisschen einen Haken.

00:09:08: Bei dem einen ist wahnsinnig viel reinzustecken, keine Ahnung.

00:09:14: Beim anderen hast du Asbest-Verkleidung an den alten Fachwerkhäusern dran oder sogar noch auf den Dächern.

00:09:19: Dann hast du irgendwelchen Wasserproblemen und Heustigkeitsprobleme.

00:09:23: Teilweise stehen dann die Scheunen vor der Seite im Hof, zwar alles frei aber die Rückseite ist vier Meter tief in der Erde drin.

00:09:31: Es gab bei allen Sachen, die wir uns angeschaut haben eigentlich solche Dinge wo man gesagt hat... Jo, da wirst du dann mit leben.

00:09:39: Weil willst du halt... Also so willst du ja machen?

00:09:42: Und das war ein Vergleich von Anfang an so dass man das Gefühl hat es so okay ist irgendwie also

00:09:47: gar kein Haar.

00:09:48: Es

00:09:48: gibt da keinen Haar und so richtig.

00:09:50: Das war ja auch schon der Zustand.

00:09:52: War jetzt also schon benutzt ordentlich.

00:09:57: Also das war jetzt nicht so, dass das irgendwie was man gesagt hätte.

00:09:59: Das wäre jetzt irgendwie da frisch renoviert aber Das war alles schon Wohnraum.

00:10:05: Wir mussten da ja irgendwie nicht Flächen umnutzen, wir mussten nichts groß da irgendwie neu ausbauen irgendwelche Zwischengeschosse einziehen und also so sondern es war das was wir vorgefunden hatten war ein Objekt ist schon komplett zu Wohnraum umgewandelbar.

00:10:22: Also eine gute Substanz.

00:10:24: Das heißt ihr seid dahin habt euch das angeguckt und wart sofort verliebt oder wie kann man sich das vorstellen?

00:10:28: Verliebt nicht, aber überzeugt.

00:10:31: Ja, das war schon, ja nie kannst du fast sagen so, ne?

00:10:33: Also es war ja dann da eben... Das war nicht der allererste Besuch!

00:10:37: Es gibt zwei Momente.

00:10:39: Der allerereste Besuch war einfach krass weil damals war das ja noch so dass zwischen den ganzen Gebäudeteilen konnte man ja so durchgehen.

00:10:46: Also man konnte fast nicht komplette Runde machen, aber überall waren die Wände.

00:10:53: Da gab es Durchbrüche durch die Wende und es gab Türen... Also das war alles verbunden?

00:10:55: Im

00:10:55: Erdgeschoss konntest du quasi einmal rund rumlaufen?

00:10:58: Ja im

00:10:59: Erd geschossen gar nicht, aber beim ersten O-Gabst du vom Eckhaus wo der Mathe jetzt wohnt.

00:11:05: Du kannst dann hinten unten raus durch das kleine Vorderhäuschen.

00:11:10: Das war einfach alles komplett miteinander verbunden.

00:11:12: so und dann binnenwandett!

00:11:13: Geht bei so einem Ding natürlich der Besichtigungstermin.

00:11:15: Geht halt irgendwie anderthalb zwei Stunden durch die Gegend und nach einer Stunde und achtundfünfzig Minuten kommst du halt in so ein Gebäudeteil, wo denkst du Hoppla?

00:11:26: Wo kommt denn der jetzt her?

00:11:27: Ja, wo bin ich?

00:11:29: Also da hast du überhaupt nicht kommen sehen!

00:11:30: Das war eigentlich.

00:11:31: das war so der erste krasse Eindruck also diese Schierelgröße und dadurch dass es ja auch so krass verbindelt war mit diesen ganzen kleinen Einheiten dann war das dann noch mal mehr.

00:11:42: Das war das eine und das andere.

00:11:45: Es muss dann im Frühjahr gewesen sein, so.

00:11:48: Dann kamen wir da noch mal hin.

00:11:50: Da waren Leute dabei, die sich losinteressiert hatten, einzuziehen.

00:11:57: Das war ...?

00:11:58: Ja, genau.

00:12:00: Jetzt muss ich überlegen oder war es... noch neu.

00:12:05: Ne, das muss dann schon zwanzig-zwanzig gewesen sein.

00:12:07: Das ging dann wohl schon... Ja!

00:12:08: Das muss dann von da relativ schnell gegangen sein.

00:12:11: Es war also früher zwanzich-zwanzig kamen wir dahin und dann zeigt es denen dann so hier wie man sagt das sind das hier und da die Wohnungen, die wohnung, die Wohnung.

00:12:21: So und dann laufen wieder mit den Parkplätzen kommen in den Garten hinten rein und da steht dieser Kirschbaum ist einfach komplett weiß.

00:12:28: Und ich dachte, wow, halt dein Maul.

00:12:30: Das kann jetzt so... das ist echt einfach... Das ist

00:12:33: aber

00:12:33: gemein!

00:12:35: Zu viel Schütze, ne?

00:12:37: Hast du da diesen riesigen Garten hinten dran?

00:12:39: Der war dann nicht irgendwie... also es sah nicht aus wie ein englisch-green so.

00:12:44: Es war eher so ein bisschen... Ist es ja auch nach wie vor noch so, dass man jetzt nicht behaupten könnte der Garten wäre jetzt irgendwie, würde ich mal den klassischen Englisch Green oder überhaupt eine Art von... normalem gepflegten Reihenhausgarten entsprechen.

00:13:00: Aber du hattest halt einfach diesen riesigen Walnussbaum, die ganzen... Die Hecken und dann diese blühende Kirsche.

00:13:06: Und das war eigentlich so ein Moment wo ich gedacht habe, wie man sich das jetzt für die Kinder vorstellt.

00:13:13: In so einem Idyll?

00:13:16: Da gab es wirklich keine Fragen mehr.

00:13:20: Martin Dich hat auch der Baum gecatcht am Anfang!

00:13:23: Du bist ja später dazu gekommen, aber du hast auch erzählt Deine Familie und du, ihr habt eigentlich auch schon immer gewusst.

00:13:29: Ihr sucht so ein alternatives Zusammenleben?

00:13:32: Gute!

00:13:35: Ja genau also in der Zeit wo wir uns gerade befinden von der Alex gerade gesprochen hat da war ich... Da kannten wir uns noch gar nicht Alex glaube ich oder?

00:13:43: Genau also von daher sind wir meine Frau und Ich haben wirklich zwei Jahre lang gezielten Wohnprojekt gesucht.

00:13:50: Wir haben Deutschlandweit gesucht Und waren eigentlich schon wieder am Aufgeben weil irgendwie alles nicht gepasst hat.

00:13:57: Und dann kam irgendwie meine Frau, mit einer guten Freundin von der Mühle, also gerade vom Alex und Slaher ist sie gut befreundet zusammengearbeitet und die hat gesagt ihr guckt euch das doch mal an.

00:14:11: Ja und dann der Baum genau!

00:14:12: Und dann haben wir gesagt gucken wir uns das mal anders.

00:14:14: Wir haben es ziemlich spät erfahren glaube ich eigentlich.

00:14:16: Die Entscheidungsfindung war da schon am Laufen glaube ich wenn ich mich täusche oder ich weiß gar nicht mehr genau wie's war.

00:14:21: auf jeden Fall kamen wir und da steht eine... Es hören ja viele Zünder zu Denke ich mal beim Gerspringsgewisch.

00:14:28: Jeder kennt ja den Kassanienbaum im Hof und dann war ich natürlich schockverliebt, muss ich schon ehrlich sagen.

00:14:38: also das ist einfach.

00:14:39: wir haben auch Wohnprojekte gesehen die gerade neuem entstehen sind.

00:14:43: sie sind natürlich energetisch alle in diesem wundervollen Andra Zitt weil was anderes baut man ja heutzutage, wenn wir nicht mehr.

00:14:51: Und dann kommt man da rein und hat Fachwerk und die Kastanie und hinten dem Garten und ja, dann waren wir sehr verliebt.

00:14:57: genau also.

00:14:58: aber ich lausche sehr gerne auf jeden Fall wie das zustande gekommen ist, weil wir uns ja eigentlich in Bayern wird mal sagen...

00:15:04: Oh du bist ein Bayer?

00:15:05: Nee bin ich nicht!

00:15:06: Ich weiß nicht ob er zu meiner Biografie noch kommen, aber gemarte Wiesen haben wir ja vorgefunden sagt man ich weiß nicht...

00:15:13: Keine Ahnung.

00:15:14: Willt ihr es auch hessisch?

00:15:14: gibt's einen hessischen Spruch?

00:15:16: Was ist denn gemachte Wiesen?

00:15:17: Gemäht...

00:15:17: Das bestellte

00:15:21: Feld, das gemachte Bett.

00:15:23: Das gemachte Nest, genau!

00:15:25: Gemarte Wiesen.

00:15:26: dank Alex und seiner Familie und den Menschen die das da aufgebaut haben

00:15:30: heute.

00:15:31: Und wie ging es dann für euch weiter?

00:15:32: Habt ihr euch dann kennengelernt?

00:15:35: Offensichtlich ist es gut ausgegangen, weil ihr seht jetzt beide hier.

00:15:38: Wie ging das?

00:15:39: Ihr habt dann gesagt ja wir möchten gerne und dann...

00:15:41: Vielleicht kannst du nochmal ganz kurz also ich finde es ich glaube jetzt total wichtig für den Zuhörer auch noch mal dass du vielleicht noch mal sagst wie's

00:15:47: eigentlich

00:15:50: so ausging.

00:15:51: Also was ich ganz kurz noch mich noch interessiert.

00:15:53: Wie hast Du eigentlich festgelegt wie viel Wohnungswerden hast Du dir da im Voraus gedacht so naja mit maximal acht oder zehn Familien mehr will ich nicht haben?

00:16:02: Weil die Größe ist ja da!

00:16:04: wahrscheinlich auch zehn Wohnungen geworden, wenn du gewollt hättest.

00:16:07: Ja also wie hast du das so bestimmt?

00:16:10: okay?

00:16:11: Das ist jetzt eine Wohnung weil das war ja glaube ich gerade der Teil nach vorne raus zur Straße, da waren schon viele kleine einzelne Wohnungen, also so Motörswohnung oder was das war.

00:16:20: Also du musst es dir zusammenlegen.

00:16:24: Es gibt zum einen kann man sagen dass es war natürlich schon viel jetzt grad.

00:16:28: wenn man in alter Substanz plant Dann wird einem einfach sehr, sehr viel von dieser alten Substanz vorgegeben.

00:16:37: Vor allem dann wenn man jetzt irgendwie nicht einen reichen Onkel aus Amerika oder ansonsten keine Geldsorgen hat weil natürlich jeder größere Eingriff halt auch immer wieder ordentlich Geld kostet und daher ist schon sehr viel vom Grundrissen einfach vor gegeben gewesen.

00:16:55: wir haben die dann nur einfach anders arrangiert als eben vorher waren.

00:17:00: Zum anderen war es natürlich schon klar, da hast du vollkommen recht.

00:17:03: Man hätte da auch locker wahrscheinlich zwölf Wohneinheiten draus machen können.

00:17:07: Es

00:17:08: sind acht, ne?

00:17:09: Aber also das war ja schon uns auch klar wir wollen mit Familien zusammenwohnen.

00:17:15: Das heißt, wir brauchten irgendwie einen großen Mix an WohNeinheiten der so ist dass er das eben auch ermöglicht Menschen mit zwei oder drei Kindern dazu wohnen und das ist ja auch so.

00:17:29: Wir hier auch irgendeine Art von Attraktivität irgendwie haben mussten oder wollten, für Familien realistisch betrachtet.

00:17:40: Zumindest war ich mir zu diesem Zeitpunkt nicht sicher.

00:17:42: Würde man einfach so von den Menschen, die grundsätzlich in Zimmern wohnen weil sie in Zimmern wohnen wollen genügend Menschen finden, die da einziehen würden?

00:17:51: Oder muss man einfach sagen mal die Attraktivity oder die Wohnung gestalten... dass die attraktiv sind und ein Argument bieten für Menschen, die zum Beispiel jetzt in Darmstadt oder in Frankfurt oder in Offenbach wurden.

00:18:03: Zu sagen da fahre ich halt vielleicht länger auf die Arbeit?

00:18:06: Oder erschaffen oder erschaffen wohl?

00:18:09: Da fahré ich jetzt vielleicht zwanzig Minuten länger auf der Arbeit aber das lohnt sich weil hier habe ich irgendwie... hier hab' ich den Platz so ne?

00:18:17: Hier hat vielleicht keine Ahnung hast du irgendwie zwei oder drei Kinder hier hat auch jedes Kind sein Zimmer oder hier hast du eigentlich ein Wohnzimmer.

00:18:23: Das ist vielleicht irgendwie ins Drei Viertel so groß wie deine Wohnung, die du vorher irgendwie für das Gleiche gelt in Frankfurt.

00:18:29: Also

00:18:30: die Wohnungen sind schon großzügig?

00:18:31: Es gibt!

00:18:32: Und dann mussten natürlich eben auch schon, dass wir es ja nicht so einen Klumpenrisiko haben.

00:18:38: Wenn du sagen würdest keine Ahnung hast, du hast ein Tausend Quadratmeter und machst daraus fünf Wohnungen alle zu hundert Quadratmetern, dann musst du natürlich auch fünf Leute finden, die genau diesen Bedarf haben.

00:18:51: also versuchst du natürlich irgendwie die Wohnungsgrößen bisschen zu variieren.

00:18:55: Und jetzt haben wir, kannst du sagen ungefähr vier Kleine zwischen siebzig und neunzig und vier große zwischen hundertsechzig und zweihundert.

00:19:04: Oh wow!

00:19:04: Aber dein Ziel war auch so habe ich dich auch vorhin verstanden das geht ja auch um die Menschen dass du Leute da zusammen kriegst die Lust aufeinander haben die sich wohlfüllen miteinander und nicht nur in der Wohnung.

00:19:16: aber natürlich ist es wahrscheinlich ein sehr großer Punkt oder Aspekt, dass die Leute natürlich auch die Wohnung gut finden aber auch Lust haben auf die Gemeinschaft.

00:19:25: Weil ihr macht auch viel zusammen!

00:19:26: Ja,

00:19:26: das war klar.

00:19:27: Das hatte ich auch so ein bisschen damit angedeutet dass... also mit der wobei jetzt hier lehne ich mich wahrscheinlich weit aus dem Fenster und man ist es auch mit besonders nicht in Zimmern genügend Leute gegeben hätte die auf so einen Konzept Bock haben auf eine Art des Zusammenlebens Bock haben vielleicht hättest du ja auch gegeben Ich war mir zu diesem Zeitpunkt einfach nicht sicher.

00:19:43: Aber ja das war also der Kern dieses ganzen Projekts war Und ist es eben eine Art von... In einer Art von Gemeinschaft Die eben sehr viel persönlicher ist als jetzt in so einem klassischen Parteien.

00:19:58: Wir haben einen Gemeinschaftsraum mit einer kleinen Küche.

00:20:05: auch über hundert Quadratmeter Art, wo wir irgendwie nicht damit man jetzt Leute im Winter Geburtstag haben oder irgendwelche Feste, die es im Winter zu feiern gibt.

00:20:12: Dass man die zusammenfeiern kann.

00:20:15: Also

00:20:15: das nutzt ihr schon?

00:20:16: Das Nutzen wird aktiv.

00:20:17: Im ganzen Winter ist da Betrieb.

00:20:19: Da machen wir Feiern und Weihnachten zusammen.

00:20:21: Da können alle die im Wintergeburtstag laden.

00:20:26: Vor allem auch die Leute, die in kleineren Wohnungen wohnen, haben die Möglichkeit groß zu feieren ohne dass hinterher ihre komplette Wohnung ramponiert ist.

00:20:36: Das nutzen wir alles gemeinsam, die ganzen Flächen und das war auch von Anfang an wichtig, dass Menschen da einziehen, die da Bock drauf haben, die das wollen.

00:20:45: So, das war das Ziel genau.

00:20:49: Aber dann würde ich vielleicht ganz kurz dazu sagen... Ich meine es spannend ist schon aber auch, dass wir halt... Also oft gibt's so Wohnprojekte und die bestehen aus Menschen, die alle in den Wohnprojekt wohnen wollen.

00:21:01: So sind wir aber nicht, finde ich.

00:21:04: Also wir haben schon eine spannende Mischung.

00:21:06: Es gibt ne Familie die aus Afghanistan damals geflüchtet ist und nachdem die Taliban die Macht übernommen haben es gibt zwei Familien aus Bulgarien Die da auch wie eine Familie hat damals beim Hausbau mitgeholfen ist dann hingeblieben kann man so quasi sein irgendwie so.

00:21:20: Und also Wir sind halt eben nicht so dieses klassische gut bürgerliche Linke Wohnprojekt würde ich jetzt mal sagen, sondern es ist schon sehr spannende Mischung.

00:21:31: Macht uns glaube ich auch ein bisschen... Es ist sehr spannend auf jeden Fall finde ich.

00:21:36: Ja das hört sich auf jeden fall spannend an also es ist total vielfältig.

00:21:41: Hört sich's für mich an.

00:21:42: Spannend auch dass es total verschiedene Kulturen aufeinandertreffen egal wie sonst die Ausrichtung ist.

00:21:48: Das ist eigentlich

00:21:50: irgendwie

00:21:51: Sogar

00:21:51: Aussies!

00:21:53: Darf man das noch

00:21:54: sagen?

00:21:55: Ich bin übrigens auch einer.

00:21:57: Du bist eine Aussie, dann darfst du das sagen.

00:22:00: Ja also ich weiß nicht ob man so groß sprechen kann aber so sieht für mich einfach Globalisierung aus weil es geht einfach um Menschen und egal welche Hautfarbe, egal welcher Background, egal wie sie groß geworden sind ja finde ich ziemlich gut finde ich sehr vorbildhaft

00:22:19: Das war schon auch immer so ein Mittenziel, also dass wir da eine heterogene Gemeinschaft irgendwie finden.

00:22:27: Weil wenn es zu sehr blasenhaft ist und jetzt braucht man sich nicht vormachen das wären wir wäre nicht da schon irgendwie blasenhaft genug.

00:22:37: Aber der Martin hat schon gesagt, dass wir da nicht nur linksgrün versifft sind.

00:22:45: Wir haben auch noch ganz andere Einflüsse.

00:22:50: Von Bist.

00:22:51: Die haben damit überhaupt nichts zu tun.

00:22:55: Sie wohnen jetzt bei uns, aber mit ganz anderen Voraussetzungen hierhergekommen.

00:22:59: Auch gar nichts mit der Idee... in so einem gemeinschaftlichen Projekt zu wohnen.

00:23:04: Die kommen vielleicht teilweise auch aus Kulturen, in denen sowieso mehr Gemeinschaft ist und getan wird in einer Nachbarschaft.

00:23:11: Zumindest in Teilen.

00:23:13: Und so ist da eine sehr schöne Mischung, die sich auf der einen Seite natürlich immer wieder auch gegenseitig befruchtet und auf der anderen Seite natürlich auch mit immer wieder wo es immer wieder zu Westverständnissen, zur Reibung, zu unterschiedlichen Sichtweisen kommt wie das halt eben dann eben so ist.

00:23:29: Also jetzt hatten wir ja schon gesagt dass da acht Milien wohnen.

00:23:32: ich glaube sind insgesamt siebzehn Kinder.

00:23:34: Du warst besser bescheid als vier?

00:23:36: Ja!

00:23:37: Ich habe gut aufgemerkt und ich finde das schon enorm.

00:23:41: Und da stelle ich mir doch die Frage, wie ist das eigentlich mit Hausregeln?

00:23:44: Also wie organisiert ihr das?

00:23:46: Also bei so vielen Menschen, die ja dann wirklich unter einem Dach wohnen oder in einem Hof wohnn muss es ja auch bestimmte Regeln geben, schätze ich.

00:23:53: Da kann ja nicht jeder tun und machen was er will.

00:23:57: Wie macht ihr das, wie regelt ihr

00:23:58: das?!

00:23:58: Julian ist dir ins Wortfall!

00:24:00: Das ist eine sehr spannende Frage weil kurz auszuhörend meine Frau und ich waren ja einer der Familien, die gesagt haben.

00:24:07: wir suchen gewusst so ein Wohnprojekt aber wenn man ist ja jeder Mensch anders.

00:24:12: Ich muss Sachen fühlen, ich kann mir viele Gedanken machen wie was ist aber ich kann das nicht simulieren oder so.

00:24:19: und dann steht man da im Garten.

00:24:21: als einziger Erwachsener unterstehen Kinder von vier Parteien da und die haben natürlich ganz andere Befugnisse von ihren Eltern mit auf den Weg bekommen.

00:24:30: also bei uns fließt die Gärsprengzinten lang, die einen dürfen auf dem Wehr, die anderen dürfen nicht auf der Wehr die ein dürfen auf die Spielstraße ohne zu fragen, die andern nicht.

00:24:41: Und was macht man dann?

00:24:42: aber, wenn?

00:24:43: Also wie kann man das machen?

00:24:45: und das fand ich ein super spannender Prozess auch.

00:24:49: Für mich habe ich das erste Mal das wirkliche Gemeinschaftsleben wahrgenommen wo ich einfach gemerkt hab okay, was machst du jetzt eigentlich?

00:24:55: Wie verhandelst du so einen Prozess?

00:24:58: ist das jetzt quasi?

00:24:59: Du bist der Erwachsene!

00:25:00: Du findest es nicht ok dass ein Kind auf den Wehr geht.

00:25:04: Das Kind sagt zu dir mein Papa hat dabei gesagt Ich darf auf dem Wehr Wie verhandelt man das?

00:25:10: Und ich glaube einfach, da sind wir in Austausch gegangen.

00:25:13: Also es ist für mich zum ersten Mal das Erleben wo wir in einen Austauscht gegangen sind und dann haben wir uns als Mühle darauf geeignet zu sagen der Erwachsene der anwesend ist hat die Hosen an.

00:25:26: Egal was der Papa

00:25:28: gesagt hat oder auch egal was die Mama gesagt hat funktioniert

00:25:33: zu neunzig Prozent

00:25:34: Zu eighty-seven.

00:25:38: Ja,

00:25:40: aber ich finde das auch sehr gut und ich finde es auch mutig.

00:25:44: Und ich glaube, es gibt irgendwie so ein Spruch, dass braucht ein ganzes Dorf um einen Kind groß zu ziehen und irgendwie scheint es bei euch

00:25:51: zu klappen?

00:25:53: Das ist natürlich auch ein bisschen abhängig vom Alter der Kinder.

00:25:56: also wir hatten das.

00:25:58: Aber ja, also ich würde vollkommen zupflichten Ganz am Anfang kann man sagen, es gab ja die erste Besetzung.

00:26:09: Und jetzt vielleicht die zweite Besetzung, wenn man so will.

00:26:12: Es gab auch

00:26:13: schon Wechsel der Leute.

00:26:14: Genau

00:26:15: und da haben wir uns ganz am Anfang darauf geeinigt.

00:26:17: Da hatten wir aber alle im Prinzip Kinder, von denen war keines über sieben Jahre alt, wenn ich das mal so grob über den Traum Da gab es im Prinzip für die Kinder drei Regeln.

00:26:31: Erstens nicht an den Gershprenz und nicht auf dem Damm, zweitens nicht in Anführungszeichen an die große Straße, also die Libre-Straße, die vorne entlang geht... ...und drittens nichts mit Leitern auf Bäumen klettern!

00:26:46: Und das hat sich tatsächlich eine ganze Weile lang ganz gut geklappt.

00:26:51: Aber dann hast du natürlich irgendwann, wenn die Kinder erzählen oder neuen und irgendwie so.

00:26:55: Und es kommen noch jüngere Kinder nach und irgendwann funktioniert das eben gar nicht mehr so gut, dass du einfach Regeln hast, die für alle gelten so.

00:27:03: Dann ist aber trotzdem genau das was der Martin gesagt hat wichtig, dass in dem Moment, in dem irgendjemand die Verantwortung hat – und die geben, das ist das, was da ja implizit auch mitstimmt!

00:27:12: Wir geben uns gegenseitig... die Verantwortung auch für unsere Kinder auf eine Art.

00:27:16: Nicht, dass das so ganz klar ausgesprochen wäre von dann bis dann einfach in der Art und Weise, indem wir uns auch verantwortlich fühlen für die Kinder der anderen.

00:27:25: Und wenn dann irgendeiner sieht da macht irgend ein Kind gerade was... Da bin ich mir jetzt grad nicht so sicher ob das eigentlich irgendwie... Ob es jetzt gerade so sein soll oder nicht?

00:27:34: Dann hat er oder die im Moment zumindest das Recht auch einzugreifen und zu Maß regeln.

00:27:41: Das kann ja immerhin noch von den Eltern.

00:27:50: Und dann geht das Kind zur Mama und sagt hier Mama, Mama.

00:27:53: Der böse Alex oder der böse Martin.

00:27:55: Die haben grad gesagt ich darf net des und des so Da,

00:27:59: wo ich mit Steinen auf

00:28:00: Auto bin.

00:28:02: Aber du hast gesagt, ich darf so und dann muss halt im Zweifelsfall die... Der

00:28:08: Kriegsrat entscheiden?

00:28:09: Nee!

00:28:09: Dann schalten halt die Mutter oder der Vater, der da in dem Fall in Frage kommt, entscheidet dann halt und sagt irgendwie pass mal auf Ich sag dir mal den Bescheid das ist für mich okay, dass du das jetzt machst.

00:28:20: Oder sie sagt halt, ja dann lebt damit.

00:28:22: Ich hatte nämlich jetzt gerade irgendwie keine Zeit, mich da selber drum zu kümmern.

00:28:25: und wenn der Martin da keinen Bock drauf hat, dass du das irgendwie grad machst... Ist es so?

00:28:30: Und das sind aber auch immer halt Aushandlungsprozesse die wir unter uns haben müssen und die sich eben wie ich gemeint habe durch das sich änderte Alter der Kinder auch in permanenter Aushandelungsprozess sind.

00:28:42: Das hört

00:28:42: nicht auf.

00:28:44: Es entwickelt

00:28:45: sich weiter.

00:28:46: Irgendwann

00:28:47: reicht es halt nicht mehr zu sagen die große Straße ist, die Grenze.

00:28:50: Weil die sagen dann halt ja so ich gehe mir mal irgendwie zu meiner Freundin oder zum Dahin und dann wird jetzt meine elfjährige Tochter, die würde sich da von niemandem mehr an der Grundstücksgrenze aufhalten lassen.

00:29:05: Vielleicht

00:29:05: eine Idee von mir.

00:29:06: Vielleicht können wir ja in sieben Jahren das selbe Interview noch mal führen, weil dann haben wir bestimmt

00:29:10: noch

00:29:11: bis zu sieben Teenager-Kinder bei uns am Hof und dann...

00:29:15: Das wird spannend!

00:29:17: Genau Wie ist die Geschichte weitergegangen?

00:29:19: Es gibt

00:29:20: aber auch so

00:29:20: viele versteckte Ecken wo man sich doch einmal mit einem ersten Freund treffen kann zum Knutschen und so.

00:29:27: Ich darf kurz

00:29:28: fragen, woher du diese versteckten Ecken

00:29:29: glänzt.

00:29:34: Ich war auch

00:29:35: mal Teenager.

00:29:36: Also das Schöne, was ich gerne noch dazu hinzufügen würde ist wirklich diese Beziehung die ihr aufwachsen.

00:29:43: Man kennt sich halt einfach.

00:29:44: Wenn jetzt die mittlere vom Alex, die Hannah... ...die Weisheit wer der Martin ist, die Weiswerte Stefan ist, wer da an der Mühle und die macht damit den Spaß und so als ich glaube für die Kinder ist das schon auch echt spannend halt.

00:29:53: Weil einfach mag ich total oder was ich zum Beispiel letztes total schön fand, dass das eine Kind... Ich bin bei dem Siebenhundertfünfzig Jahrlauf mitgelaufen und die kam dann irgendwie danach angelaufen hat mich gedrückt halt einfach so.

00:30:03: Also einfach so ein fremden Mann ja eigentlich!

00:30:05: Ich glaube du hast dir vorhin das achte Familienhaus oder so, da würde man glaub ich nie so ne Beziehung entwickeln.

00:30:10: Das ist irgendwie total schön, man vertraut sich mal Man kennt sich, man streitet

00:30:15: mehr miteinander

00:30:16: und

00:30:16: so.

00:30:17: Wie macht ihr das?

00:30:18: Habt ihr regelmäßig getreffend mit allem am runden Tisch, dass man sagen kann heute mal hier was liegt euch auf dem Herzen?

00:30:25: Gibt es da irgendwas, was euch vielleicht stört oder ärgert?

00:30:28: Gibts die regelmäßig oder ist es immer nur wenn einer sagt ich müsste mal mit euch reden?

00:30:33: Es gibt einen Plenum, das findet einmal im Monat statt.

00:30:39: Wir haben schon gemerkt ... Wir haben schon ein bisschen eine ernsthaftige Keit reingebracht.

00:30:44: Im Sinne von, es ist schön wenn alle da sind und dass wir auch dann in den Stunden, in denen das dauert würde ich mal sagen so roundabout zwei Stunden, dass man halt einfach wirklich auch über alles reden und die Themen können vorher gesetzt werden und es gibt Zuberei... Also ich meine ich glaube alle die zuhören können sich vorstellen Es gibt unglaublich viele Auslandungsprozesse.

00:31:02: Jeder betrachtet Dinge anders und jeder hat seine eigene Normalität.

00:31:07: Und das ist total spannend, da muss alles ausgehandelt werden.

00:31:13: Es gibt auch Kinderplenum seit wenigen Monaten.

00:31:16: Die Kinder dürfen mitbestimmen, ist das

00:31:18: Ziel?

00:31:18: Das finde ich super!

00:31:19: Ja also finde ich richtig gut weil man eigentlich nicht früh genug anfangen kann miteinander zu sprechen und in so einer Runde kann ich mir vorstellen hat man die Chance als Kind natürlich auch dann ihr Erwachsenen wirklich sich zuzuhören andere Meinungen zu akzeptieren sich trotzdem zu einigen.

00:31:39: und ja, das ist eine große Leistung.

00:31:41: Ich würde sogar sagen Ausnahmeleistungen.

00:31:45: Das schaffen nicht viele.

00:31:48: Also ich würde nicht behaupten dass es das immer gelingt.

00:31:51: Wirklich auch

00:31:51: wunderbar.

00:31:52: Ich möchte keinen Bullerbüh aufzeichnen... Nicht!

00:31:54: Ach Schatz!

00:31:57: Aber das ist einfach... also ich finde es total spannend und ich glaube das ist für einen selber auch eine wundervolle Erfahrung weil man hat wirklich merkt, es passiert eine Situation Es gibt fünf Wahrnehmungen dazu.

00:32:13: Es ist einfach spannend, dass es irgendwie fast auch wie eine Studie beteiligt.

00:32:20: Weil's einfach total interessant ist und ich glaube das Wichtigste ist was du gerade gesagt hast man sich halt dann schafft sich darauf einzulassen also dass man nicht seine Normalität als die einzige wahre Meinung nimmt

00:32:33: Genau.

00:32:33: Das finde ich toll, dass ihr das macht und es ist ja auch ein wichtiger Punkt.

00:32:37: jedenfalls habe ich so verstanden von euch was ihr für euer Leben wünscht.

00:32:41: solche Zusammengestaltungsmöglichkeiten Prozesse und die müssen wir aushalten weil ihr macht ja auch Dinge zusammen!

00:32:48: Ihr öffnet ja auch eure Mühle für die Zimmer Also ihr wollt euch absondern, ihr wollt Euch schon integrieren.

00:32:56: Die

00:32:56: Hippies von der

00:32:57: Oberlütung!

00:33:02: Das war ja auch eine andere Sache die mir eigentlich von Anfang an klar war.

00:33:08: also wenn man das macht ich habe nicht vorher irgendwie das nachgemessen so aber wenn du dir gefühlt den größten Schuppen im Ort kaufst

00:33:18: und ältesten

00:33:21: Und irgendwie auch in vieler Munde sagen, um wo oben und wie auch immer.

00:33:29: Wobei natürlich dieser sehr besonderen Beziehung die viele Zimmerzermühle haben, da wusste ich zu dem Zeitpunkt als wir die gekauft haben, wusste sich dann noch nichts.

00:33:37: aber es war schon klar das Ding ist halt so, das wird wahrgenommen.

00:33:43: Das merkt man dann auch da dran, dass irgendwie kurz nachdem du das kaufst der Bürgermeister.

00:33:46: Da steht?

00:33:47: Nee, der steht nicht da!

00:33:48: Der lässt halt über irgendjemanden, mit dem er in der Verwaltung Kontakt hatte, den mit dem man e-E-Mail-Kontakt hatte, dann einem irgendwie Frage ob man nicht mal Zeit für einen Termin hat.

00:33:56: und dann waren wir dabei im Termin.

00:33:57: und das macht ja auch nicht mit irgendwelchen Leuten die sich hier ein Reihenhaus gekauft haben.

00:34:01: Nein.

00:34:01: Das wird so... Und von daher war irgendwie klar von Anfang an wenn man hier den größten Schuppen aufkauft und dann da irgendwie noch so eine spezielle Art von Projekt irgendwie dann da reinsetzt bei der aller Voraussicht nach hauptsächlich zugezogene Wohnen werden, dann muss man irgendwie schaffen das auch wieder hier zu öffnen.

00:34:22: Damit die Zimner irgendwie auch wahrnehmen können dass da irgendwie da passiert kein hohes Burgus und es sind irgendwie die sind alle net gefährlich.

00:34:29: Du

00:34:29: bist jetzt nicht der Guru den alle anbieten?

00:34:33: Es ist keine Kommune und wir wohnen in ganz normalen Wohnungen.

00:34:39: Ich erkenne es jemandem.

00:34:40: Ja, ja.

00:34:43: Es ist alles im Prinzip ganz normal bis auf dass wir halt irgendwie vielleicht noch ein bisschen mehr Wert auf Gemeinschaft legen und darauf eben bestimmte Dinge in der Gemeinsschaft auszuhandeln.

00:34:54: aber diese wahrwarten Außenvorurteil wie auch immer man das nennen möchte um der entgegenzuwirken würden wir uns in irgendeiner Art und Weise auch öffnen müssen damit die Wahrnehmung alle Zimmler wahrnehmen können.

00:35:07: Okay, alles klar.

00:35:08: Das sind irgendwie diese plurre Leute auch Zimlerinnen genau.

00:35:12: Ja Martin ist heute für's genderverantwortlich.

00:35:14: Es sind irgendwie korrekte Menschen die was am Saufen genau wie wir.

00:35:18: sie sitzen gern zusammen genau wie hier und deshalb war einfach von Anfang an eigentlich mein in meinem Kopf das klar.

00:35:24: Wir müssen auch das zumindest sporadisch aufmachen um die Zimner und Zimlerin zu uns einzuladen.

00:35:32: Und jetzt haben wir letztes Jahr es hat länger gedauert als ich mir das vorgestellt habe auch weil nicht immer alle Leute, die da gewohnt haben.

00:35:41: also jetzt bei uns in der Mühle, das tatsächlich befürwortet haben.

00:35:45: Ah okay.

00:35:45: Das

00:35:46: zum Tun so aber momentan sind wir so dass es einfach alle, das tragen alle mit.

00:35:50: dann konnten wir eben letztes Jahr das erste Mal zum Kerbmonntag für einen Frühshoppen aufmachen und wir konnten im Winter ein Weihnachtsmarkt machen und das ist beides irgendwie wahnsinnig gut angenommen worden und das wollen wir auf jeden Fall auch so weiterführen.

00:36:02: Was waren denn die Bedenken von den Mitbewohnern am Zimmerkerb zu öffnen?

00:36:06: Die kannten wahrscheinlich die Zimmerkerben.

00:36:07: Es war ja

00:36:08: damals schon vor... Also ne, das waren noch aus der In-der-Erstbesitz Das war einfach, also schon allein der Gedanke daran, dass da überhaupt irgendwie einfach der ganze Hof voll ist und das man sich dann da irgendwie... Also jetzt regeln wir es ja so.

00:36:21: Wir bringen uns da ja ein.

00:36:22: Also wir organisieren das alles.

00:36:23: Es ist ja nicht so wie wir sagen, wir vermieten hier die Fläche an Katerer oder an irgendein Gastronom und er macht dann irgendwie den Frühstoppel.

00:36:31: Sondern das sind alles ja wir.

00:36:33: Wir stehen hier in der Bar, wir organisieren alles im Vorfeld.

00:36:36: Wir machen die Tische sauber oder schmeißen den Müll weg oder machen die, sorg wir laufen irgendwie zum Dresselladen und holen irgendwie Limonachschuf.

00:36:47: Das ist ja alles wir so!

00:36:48: Und es gab dann da einfach früher auch Leute, die einfach schon da grundsätzlich keinen Bock drauf hatten und die deshalb diese ganze Veranstaltung... der Sache ja abgelehnt haben.

00:37:00: Und dann hat sich das aber so langsam jetzt halt irgendwie dahingehend entwickelt, dass einfach auch wenn Menschen anfangs zum Beispiel jetzt da Bedenken hatten also bevor wir es dann tatsächlich gemacht haben Und die Leute, die ja aber da schon auch alle zugestimmt hatten jetzt in der aktuellen Situation.

00:37:16: Gab's natürlich die Bedenken sowas passiert und wenn da irgendwie... wie benehmen sich denn die Leute?

00:37:20: Wenn da eigentlich so Männerhorden rein, also hauptsächlich Männer immer so in so Zehner bis Zwangsergruppen teilweise irgendwie mittelfoll, aber die allermeisten irgendwie schon Raben voll.

00:37:34: Ja, ja.

00:37:34: Bedenken sind das auf jeden Fall.

00:37:36: Was passiert da?

00:37:38: Dadurch dass wir alle keine Zimmener sind gibt es vielleicht auch Aggressionspotenzial zwischen verschiedenen Caproschenjagen!

00:37:46: Gibt's da dies, gibt es das?

00:37:48: Dann hörst du irgendwie noch das eine oder andere Showermärchen von irgendwelchen old eingesessenen Zimmern mit denen wir so in Kontakt ist zu irgendwie so oh-oh.

00:37:55: Da gibts ganz viele Stories!

00:37:57: Und dann kommen da Leute auf einen Zoo bevor wir das aufmachen und da kommen Leute davon zu sagen, ich brauche was, wenn ihr das macht... Also ich glaube, ihr müsst euch ein Sicherheitsdienst besorgen.

00:38:08: Oder wenn net, dann macht euch wenigstens... Dann bestellt euch bei Amazon irgendwie so Security Shirts und steckt irgendwie paar stabile Kerle in die Security Shorts, damit ihr dann da... Also so ne?

00:38:18: Also es gab...

00:38:19: Fake it till you make it!

00:38:22: Und nachdem eigentlich alle das Befürworter hatten, gab's eben auch noch die Bedenken wie könnte.. also was kann denn da alles irgendwie passieren?

00:38:29: Aber da hat uns tatsächlich und alle, die da als Mahne aufgedrehten sind.

00:38:33: Hat das Zimmer Kerb voll Lügen gestraft.

00:38:36: Also positiv überrascht?

00:38:38: In einer Art Weise, die man... Schön!

00:38:41: Unfassbar.

00:38:42: Es war eine... Derartig gute Stimmung.

00:38:45: Es war knackenvoll, also so ein Teil weiß.

00:38:47: ich hab von Leuten gehört die einfach nicht mehr reingekommen sind, weil es zu voll war.

00:38:51: Es ist wirklich zu keinem Vorfall gekommen den wir tatsächlich wahrgenommen haben.

00:38:56: Drei Kippen haben wir glaube ich

00:38:57: auch aufgelistet.

00:38:58: Der Hof sah danach aus... Achso zwei!

00:39:01: Ja gut man muss ganz ehrlich, es gab eine Stelle da waren ein paar mehr aber geschenkt und auch nach dem Weihnachtsmarkt das ist ... Wir machen ja immer im Sommer ein großes Sommerfest, aber auf privater Basis keine öffentliche Veranstaltung für unsere Freunde.

00:39:19: Auch schon groß mit vielen Leuten und so... Also ich weiß nicht ob das jetzt dieses Jahr vielleicht auch Einsteller ganz anders wird?

00:39:24: Ich wachs zu bezweifeln, aber nach unserem Sommerfest sieht es im Vergleich zu nach der Kerbe und nach dem Weihnachtsmarkt aus wie Sau!

00:39:32: Aber mal so richtig.

00:39:34: Also wenn die Leute nach dem Frühshop raus sind und als die Leute im Weihnachtsmarkt raus sind, da war der Hof wirklich.

00:39:42: Blitzeblang.

00:39:42: Es war also so, um mal abgesehen davon dass diese ganzen Veranstaltungen halt einfach irgendwie so ein positiver Ausstrahlung an und für sich haben das es irgendwie gerade fast schon zu kitschy ist.

00:39:51: An der Kerb, was weiß ich jetzt muss so vielleicht um drei oder vier gewesen sein?

00:39:55: Also auf jeden Fall schon zwei, drei, vier Stunden irgendwie ordentlich Betrieb und wir haben irgendwie daraus geballert ohne Ende.

00:40:01: die Sonne scheint so schräg in den Hof.

00:40:03: Irgend einen Kerbbröstenjahrgang hat Otto und Otto da im Schlepptau und die spielen dann bei uns im Hof und irgendein Anderberg Jeden anderer Kerboschenjaggern steht dann da im hinteren Bereich, im Hof eher so Richtung Bau.

00:40:18: Und die haben irgendwie alles aus Seifenblasenpistolen und du stehst dann dahinten irgendwie an deinem Zapf fahren Und dann scheint die Sonne so schräg in den Hof und im Gegenlicht herrste diese Salvenblasen.

00:40:29: Da spielt irgendwie Otto und Otto, alle singen die Zinderhümmel...

00:40:32: War das der blühende Kirschtbaummoment von dem ihr jetzt gleich spricht

00:40:35: habt?

00:40:35: Ja, also da denkst du irgendwie, da stand es so, okay, das ist ein Moment fast schon zu kitschig.

00:40:41: Da muss jetzt eigentlich gerade mal kurz einer sagen, bestimmt kommt gleich, weil wir uns gibt's Sores!

00:40:47: Also es war einfach gar nicht, es war einfacher.

00:40:49: Da geht dir das Herz auf.

00:40:50: Das war auch toll, muss ich sagen.

00:40:52: war wieder jemand dazu, der dann mitgesungen hat und so.

00:40:56: Also es war wirklich schön in der Montagbreten in der Oberwürde.

00:40:59: Ich würde ja ganz kurz noch mal fünf Cent dazugeben.

00:41:03: Dann können wir den Themenblock abbehandeln.

00:41:09: Wir haben das auch festgestellt.

00:41:10: tatsächlich ich bin auch einer der Bedenkenträger in der Mühle gewesen weil das was der Alex gerade schon gesagt hat.

00:41:15: also ich komme nicht aus einem Ort wo es eine Kerb gibt und für mich habe jetzt dank einiger Menschen besseren Einblick, aber ich glaube es wird nie ganz verstehen was das für manche Menschen bedeutet und wir waren einfach skeptisch Was da passieren kann?

00:41:30: Und dann noch irgendwie Hütchen und weiß Ich nicht und müsste unbedingt mit anbieten und mir so war jetzt auch nach schnapps Keine ahnung Aber ich kann das nur bestätigen was der alex gesagt hat.

00:41:40: also Es war wirklich richtig kunde stimmung und was ich total schön fand ist glaube ich dass ich gemerkt habe und das hab ich Jetzt bei dir auch zum beispiel raus gehört.

00:41:48: Das ist den zündern irgendwie auch.

00:41:50: Also da müsste man

00:41:51: jetzt mal ein Interview machen, aber das hier einfach wirklich total froh waren.

00:41:54: Dass es diese Location gibt ich da direkt vorne an der Front über Decke und es haben mir so viele Menschen gesagt ist es so geil dass es wieder da ist und weiß ich nicht.

00:42:03: habe wir auch schon ein paar Geschichten gehört von irgendwelchen Menschen die mit einem Weizenglas in der Gersprinz gesäusten haben wo das noch im Biergarten war und so.

00:42:11: Ich finde es total schön und deswegen war's einfach ne... ich glaube es war eine Win-Win Geschichte halt einfach und es hat einfach Spaß gemacht.

00:42:19: Vielen Dank.

00:42:20: Ja, das ist ganz schön!

00:42:22: Ich habe auch nur Gutes gehört.

00:42:24: also an Kepp Montag war ich nicht bei euch aber am Weihnachtsmarkt sehr wohl weil an Keppen Montags sitzt bei mir auch der Garten voll.

00:42:31: mit einem Jahrgang kann ihn nicht so weg ja.

00:42:35: aber auf jeden Fall hab ich auch nur gutes gehört.

00:42:39: Geisterung und die Zimna, die geiern jetzt schon da drauf dass das natürlich dieses Jahr auch wieder so wird.

00:42:46: Da haben sich alle Mühe gegeben, dass es wieder so ist.

00:42:50: Ja dann würde ich auch sagen, win-win absolut!

00:42:54: Aber weil ihr's auch so gesagt habt vorhin mit könnte ja es könnten ja auch Vorurteile in der Bevölkerung herrschen und man weiß ja was aus sowas vielleicht auch entstehen kann.

00:43:06: Missverständnis, Beschuldigungen, Vorurteile keine Ahnung.

00:43:09: Aber wie ist das?

00:43:10: Habt ihr sowas schon mal erfahren, dass ihr irgendwie in die Kritik geraten seid oder dass ihr merkt, menschliche Leute reden nicht so ganz gut über uns?

00:43:21: Alex du bist länger dabei und musst dir was dazu sagen.

00:43:23: So unmittelbar noch nicht!

00:43:25: Wir haben schon ein, zwei Geschichten wo uns über Stille postmäßig jemanden der jemanden kennt zugetragen wurde.

00:43:34: Das weiß ich nicht.

00:43:35: Die Hippies, wo die Kinder nackig im

00:43:38: Hof rumrennen

00:43:39: und Barfuß laufen oder keine Ahnung oder so?

00:43:41: Aber ... Ich kann jetzt nichts sagen, dass das uns unmittelbar begegnet ist.

00:43:45: Ist dir das schon mal unmittelbaar gegeben?

00:43:47: Oder ...

00:43:47: Nicht so, dass jemand offen konfrontieren würde, dass es so richtig offen wahrnehmbar ist.

00:43:54: Du kriegst's dann halt irgendwie über die ... Entweder ihr erzählt jemand über den einen oder die andere Ecke was.

00:44:01: Oder du weißt ja auch nicht jetzt, wie soll ich sagen?

00:44:05: Nicht jeder der in Zimmern wohnt und den ich für einen komischen Vogel halte.

00:44:08: Der weiß das.

00:44:09: Ich gehe ja nicht zu den Leuten hin und sage die einfachen Antwort ist vielleicht auch einfach nein!

00:44:14: Also mein Kind ist noch nie oder keines meiner Kinder Ist jemals zu irgendeinem Sportverein oder sonst irgendwo hingekommen.

00:44:23: und irgend ein anderes Kind hat es eben zum Beispiel gesagt, ne ne mit dir spiele ich nicht.

00:44:27: Du bist doch von der Mühle!

00:44:28: Du bist auch von so, du bist noch eins von den Schmuddelkinder hin?

00:44:31: Gibt sich Röder

00:44:32: aus der Mähle!

00:44:33: Genau das ist... Davon weiß ich zumindest nix.

00:44:37: aber es ist schon so dass man jetzt natürlich irgendwie wenn man sich dann irgendwie halt so umhört bei den Leuten Das ist ja auch so manchmal, du merkst es ja auch denn wenn du schläfst sowas in dem Raum und alle nicken.

00:44:51: Und dann weißt du, jetzt weiß ich wie uns wahrnimmt!

00:44:54: Dankeschön!

00:44:56: Das ist ja auch total in Ordnung.

00:44:58: Es

00:44:58: ist auch total irritierend für Menschen, wenn die bei uns im Hof kommen und das nicht kennen.

00:45:04: Ich meine wir haben dieses Ding, wenn wir ein normales Leben im Reihenhaus hätten wollen... Dann hätten wir uns ja auch einfach ein Reihenhaus kaufen können.

00:45:13: Oder in einen Reihenhaushiel ziehen könnten, scheiße gar doch was kauft oder nicht?

00:45:16: So das wollten wir jetzt irgendwie.

00:45:18: wenn wir diesen klassischen Weg und irgendwie bloß keine Ecke plus keine Kante irgendwie alles so machen wie Mama und Papa oder wie der... Wie sich

00:45:25: gehört!

00:45:26: Genau wie es ist gehört dann wären wir jetzt ja net da wo mal sind.

00:45:30: Und dazu gehört aber auch dass das irgendwie auf der einen Seite aushalten muss Dass die Leute halt vielleicht mehr Meinung zu einem zu uns haben im Zweifelsfall als ihr halt irgendjemandem haben, der alles macht wie sie es gehört.

00:45:43: Und das ist aber also ja... Wie gesagt wir haben dann dass mir irgendwas verwährt worden wäre oder irgendwie meinen Kindern oder sonst.

00:45:49: irgendwie habe ich zumindest da weiß ich nichts.

00:45:51: und wenn dann haben die Leute so gut gemacht, dass es nicht gemerkt hat.

00:45:54: Man merkt man merkt das tatsächlich schon, dass das natürlich irritierend ist wenn jetzt zum Beispiel Leute im Hof sind, die jetzt irgendwie eher so reinschlittern und dann erstmal ist das irritiernd wenn man halt einfach so dieses wohnen in einem reinen haus gewohnt ist und dann kommst du dahin.

00:46:06: das sind auf einmal fremde person die sitzen da und man denkt ja man hat dir sofort das gefühlt man trinkt in die privatsphäre von jemandem

00:46:12: ein.

00:46:12: es ist aber bei uns im hof unterdrift man sich.

00:46:15: muss nur am beispiel denken wir beide spielen übrigens bei der victoria kleinzimmern.

00:46:19: ich hörte davon

00:46:20: bester vereinen im raum hier übrigens schon irritierend.

00:46:26: Also, wenn man kommt in den Hof rein das sind auf einmal Menschen die andere Familien, die sitzen da und man geht ja sonst irgendwie.

00:46:36: Also wenn ihr jemanden eingeladen

00:46:37: hattet oder

00:46:38: nicht?

00:46:38: Kürze Einordnung von der Situation.

00:46:39: wir hatten irgendwie... Ja, das werden die anderen von der vom FSV jetzt sehr gerne hören.

00:46:46: Also spitzt

00:46:47: die Orte!

00:46:49: Das war nach dem vorletzten Derby, dass wir, das sag ich auch nur ganz ungern, sieben zu eins gewonnen haben.

00:46:55: Wie war

00:46:55: das dann nochmal?

00:46:57: Sieben zu Eins gegen die AH vom

00:46:59: FSW.

00:47:04: Dann haben wir irgendwie gesagt, dann lass doch noch mal mit zu uns gehen.

00:47:09: Und du abends bei uns in die Mühle kommst und wenn es nicht gerade November minus drei Grad und dauerregen ist, dann sitzt nämlich nur ich da.

00:47:22: Eigentlich sitze ich immer da aber dann sitzt halt der Hof voll mit Leuten.

00:47:31: zu dem Moment dann einfach für manche Leute, sondern so dass sie halt gesagt haben.

00:47:35: So, ja können wir uns jetzt da einfach mit dazu setzen?

00:47:38: Dann kommst du ja nicht normalerweise... Ich gehe nochmal auf dieses Beispiel mit dem normalen irgendwie acht Parteienhaus und dann kommst Du da irgendwie keine Ahnung, da haben die da vielleicht irgendwie noch so ein dreieinhalb Quadratmeter Garten vorne dran Und da steht eine Bank und Tisch und der sitzt irgendwie, da sitzen halt irgendwelche Nachbarn, die auch in diesem Haus wohnen und dann kommt Du damit ein Freund, da setzt Du Dich ja net bei denen an den Tisch dazu.

00:47:57: So habt ihr eigentlich Spiel gehabt, warum habt ihr doch kein Bier aufgemacht?

00:48:02: Aus dem hier sind meine ganzen Freunde.

00:48:03: Mach den bitte auch mal Bier auf und schneid den Wurst!

00:48:08: Und das ist... aber bei uns ist es halt einfach nicht so.

00:48:10: Wir sitzen da abends alle zusammen im Hof und da kann auch jeder jeden mitbringen und das ist eine von den Sachen wo sich das bei uns halt auch unterscheidet.

00:48:20: Würdet ihr was anderes machen wenn ihr so zurückblickt und heute?

00:48:24: Also wir sind ja erst seit Ende dreiundzwanzig.

00:48:26: dabei Kann sich natürlich die Meinung ändern, weil meine Frau und ich hatten Ideen wie so was sein kann.

00:48:32: Und wir haben eigentlich bei einem Wohnprojekt, den wir uns vorher angeschaut haben immer Abstriche, also elementare Abstrichen sei es der Wohnraum, sei es das Grundstück, was zu klein gewesen wäre oder oder oder.

00:48:44: Die Mühle da geht's mir mit dem Kirschtbaum Moment war ja bei uns der Kastaniemoment hat eigentlich irgendwie alles da und das Spannende ist halt dass dieses Projekt ja auch noch am Anfang steht.

00:48:55: Also muss man ja so wirklich sagen und von daher, man kann das mitgestalten.

00:49:02: Ich könnte mir nicht vorstellen was anders zu machen.

00:49:03: also wie gesagt wir können es dann in sieben Jahren wenn die Kinder alle dann popater sind und wir noch an dem Hof wurden Dann könnt ihr uns gerne nochmal fragen

00:49:12: Das ist mal hier check das machen wir!

00:49:16: Du hast gerade auch gesagt hier steht da noch im Anfang.

00:49:19: für die Zukunft.

00:49:20: habt ihr auch Pläne Visionen Konkreteres vielleicht?

00:49:24: Ja, wir wollen das gemeinschaftliche Wohnen, glaube ich, so ein bisschen manifestieren.

00:49:28: Alex greift das Mikrofon?

00:49:29: Willst du noch was zu sagen oder...

00:49:31: Ja also jetzt was die Zukunft angeht war im Prinzip mein Plan da muss man sich vielleicht einfach nur ganz kurz ein bisschen weiter ausholen.

00:49:41: Kein Thema!

00:49:42: Deutschland spielt heute noch Alex nicht mehr.

00:49:45: Mein Plan war schon von Anfang an dass ich nicht eigentlich wollte nie Vermieter sein.

00:49:54: vom Schicksal reingezwungen worden, könnte man sagen, wenn man da selber keine Verantwortung für sein eigenes Handeln haben möchte.

00:50:02: Aber es hat sich einfach jetzt in meinem Leben so ergeben, dass ich dazu gekommen bin.

00:50:06: Ich komme eigentlich aus einer

00:50:08: Denk...

00:50:11: Nee, nee gar nicht herkomstmäßig sondern von meiner Denke her, mit dem was ich eigentlich auch... Vielleicht auch noch bin, aber vor allem was ich auch war komme ich eigentlich aus einer Ecke in der halt Eigentum jetzt gerade an Grund und Boden irgendwie von einem Gedankenkonstrukt her einfach etwas vollkommen absurdes ist.

00:50:26: Warum?

00:50:28: Ist es überhaupt erlaubt dass Menschen dass ich Boden besitze und zwar mehr als ich irgendwie für mich einfach brauche.

00:50:34: Und den einfach meinen Kindern, die da gar nichts getan haben, denen einfach weitergeben kann während andere Leute das halt nicht haben.

00:50:40: Und deren Kinder das halt einfach nicht.

00:50:42: Also es ist auch einfach so, ne?

00:50:45: Deshalb habe ich mich in dieser Rolle als Vermieter wie wohlgefühlt immer eine Art von Vehikel nur um quasi das zu kriegen was man will.

00:50:53: Also wir wollten so wohnen und die anderen Leute haben irgendwie aber dann mitmachen wollen, also gings ja mitgemeinschaft.

00:50:57: Also mussten wir es, also haben wir's gemacht So und zack vermieter

00:51:02: Stempel

00:51:03: Genau.

00:51:03: Und das war aber deshalb schon von Anfang an immer in meinem Kopf und auch tatsächlich als Plan, als Vision, sobald es geht wird es gerne in eine Genossenschaft Eine Genossenschaft übertragen würden, von der wir denn auch ein Teil sein wollen natürlich.

00:51:18: Aber um das einfach so zu realisieren, dass letzten Endes es eben nicht so ist.

00:51:22: Dass die auch alle Leute, die da wohnen, unseren Kredit bezahlen.

00:51:27: Weil das ist ja das was jetzt irgendwie der Faktor halt einfach passiert.

00:51:30: Wir haben jetzt halt Kredit aufgenommen gegenüber der Bank, um das Ding zu realizieren.

00:51:34: Wir vermieten die Wohnfläche an Menschen, die mit den Mietern unsere Kredite zahlen.

00:51:40: Um diese Situation aufzulösen... war von Anfang an eben der Plan, das eine Genossenschaft zu gründen und dann das Eigentum an die Genossenschöpfe übertragen.

00:51:48: Damit dann wieder alle auf der gleichen Ebene sind.

00:51:50: Weil wir das ja eigentlich de facto sowieso schon immer sind-und waren.

00:51:54: Sehr langes Thema!

00:51:56: Wie viele Schwierigkeiten da mit drin hängen?

00:51:58: Wenn du so tust als wäre etwas so aber es in Wirklichkeit gar nicht so ist und dann sich nicht alle irgendwie so... Also gerade wenn's verhalten sich die Leute ja dann alle eingeschlossen Manchmal, oder häufig auch so.

00:52:11: Die eine Realität existiert dann wenn die die passende ist und die andere realität existieren dann wenn wir sie die passenden ist.

00:52:19: Wir haben immer schon alles die Dinge zusammen entschieden alle Menschen die da wohnen weil das schon immer der Plan war.

00:52:24: aber es war am Ende dann ganz oft so dass wenn Leute irgendetwas haben wollten und keinen Bock haben alle zu fragen Dann gehen Sie halt zu mir und fragen so was würdet ihr eigentlich wissen?

00:52:34: Was meinst du?

00:52:36: Und dann sagst du, oder hast du eine gute Idee?

00:52:40: So und da machen die das.

00:52:41: Alle sagen der anderen sagen so ja warum hast du das jetzt... Also

00:52:46: das

00:52:47: haben wir gar nicht drüber geredet.

00:52:49: Ja aber der Alex hat gesagt.

00:52:54: Und um damit rauszukommen oder irgendwie um es aufzulösen zum einen aber vor allem aber auch des Eigentumskonstrukt einfach tatsächlich auf die Menschen die da wohnen und das wollen, quasi mit investiert zu sein.

00:53:08: Um das zu realisieren werden wir jetzt.

00:53:10: dann sind wir jetzt gerade dabei zu schauen ob wir eine Genossenschaft gründen oder ob es noch andere Möglichkeiten gibt irgendwie.

00:53:17: also welche Rechtsform ist dafür uns die passende?

00:53:18: Und wenn wir das alles gefunden haben Ich sag jetzt einfach mal Genossenschaft, obwohl es noch nicht hundertprozentig klar ist ob's eine genossenschaft wird oder was das sonst noch werden könnte.

00:53:27: Aber etwas Adäquates im Irgendwas

00:53:29: vergleichbares.

00:53:31: Also um quasi das nicht nur gemeinschaftlich zu wohnen sondern auch auf das Eigentum gemeinschaftliche zu handeln.

00:53:36: Ach wie schön!

00:53:36: Sehr außergewöhnlich finde ich toll.

00:53:38: Ist ein außergewönliches Projekt.

00:53:40: Hört sich ja so an als funktioniert.

00:53:41: super bei euch gerade?

00:53:43: Ja freundlich.

00:53:45: Das

00:53:47: hätte auch schief gehen können,

00:53:48: oder?!

00:53:49: Ja, es gab Punkte an denen Dinge hätten schiefgehen können.

00:53:53: Die sind weniger als man das so landläufig denkt glaube ich Aber die hätte's auch schon gegeben.

00:53:59: aber es gab also diesen Punkt für mich Als wir hatten die erste Besetzung erster Generation die Leute die als quasi da als erstes eingezogen sind.

00:54:08: und Es gab dann so einen Moment in dem da irgendwie So langsam das klar wurde.

00:54:12: für manche leute ist es da also richtig gut passt das einfach gerade nicht zusammen scheiß egal warum.

00:54:17: Dann brauchen wir in die Einzelheiten, ist ja auch egal warum.

00:54:21: So richtig gut passt das da nicht zusammen.

00:54:23: In manchen Teilen.

00:54:24: Und dann habe ich mir lange Vorwürfe gemacht oder war es vielleicht nicht das richtige Wort?

00:54:30: Aber es ist mir sehr nah gegangen!

00:54:31: Da Leute, die extra hierhergezogen sind um damit mit uns zusammen zu wohnen, dass die da aber nicht glücklich sind... Oder dass sie sogar ausziehen wollen und keine Ahnung.

00:54:43: Da gab's dann unterschiedliche Gespräche Dinge, die ich realisiert habe.

00:54:48: Die mir so klar geworden sind.

00:54:50: und das eine ist, dass es ja eigentlich fast schon vermessen zu glauben, dass wenn du acht Parteien zusammenwürfelst, die noch nie in so einer Art zusammengelebt haben, dass du dann beim ersten Versuch acht von acht Treffer hast also der hätte

00:55:12: Das meine ich ja.

00:55:13: Wer

00:55:13: hätte damit irgendwie das vollkommen realistisch, wenn es so geklappt hätte?

00:55:17: So, das war das eine und das andere war, dass mir aber klar war, ab dem Moment, abdem halt auch die Wohnungen da zumindest innen fertiggestellt waren der hätte da nichts mehr schiefgehen können.

00:55:32: Es kann jetzt im Prinzip eigenes.

00:55:34: im Großen und Ganzen, kann da jetzt nix mehr schieb gehen.

00:55:36: Das ist einfach das Sitz da oder ob ich da wohne oder nicht?

00:55:38: Also es ist auch persönlich so, ne?

00:55:40: Unabhängig von Eigentumsverhältnissen.

00:55:43: Ob ich da wohnen oder nicht spielt gerade keine Rolle.

00:55:45: So, das wird

00:55:46: laufen!

00:55:46: Das läuft da... Der Wohnraum ist offensichtlich so gefragt.

00:55:51: Eigentlich kannst du sagen wir hatten noch nie einen Tag Leerstand in den... Lassen wir's einfach mal so spielen.

00:55:56: So ungefähr.

00:55:57: Alles was möglich ist im Ertrag steht, besteht eigentlich immer.

00:56:02: Einerseits weil offensichtlich der Bedarf an so eine Art von Wohnraum in so einem gemeinschaftlichen doch sehr hoch ist und es gar nicht zum Großangeboten gibt wie man ja auch von Martin Gehörter der irgendwie lange gesucht hat in ganz Deutschland.

00:56:17: das Ding trägt sich und von daher ab dem Punkt wo das so war gibt's auch kein Risiko mehr in dem Sinn.

00:56:23: also es kann natürlich noch ganz viel schief gehen und so.

00:56:25: aber das kannst du ja im Leben Aber es ist schon sehr überschaubar, ne?

00:56:30: Aber das

00:56:31: war dann nicht mehr so.

00:56:32: Dass eine finanziellen Risiko oder ja Unglück was da vielleicht noch passieren kann dass man dann nicht mal schlafen kann nachts oder dass da wirklich etwas Einschneidendes für die Familie passiert.

00:56:46: Das war dann nichts mehr so.

00:56:47: Nee, nee, nee!

00:56:49: Das war nur in der ersten Zeit in der wir halt wirklich gebaut haben und als auch wirklich großen.

00:56:53: Also wir hatten natürlich eine Geschichte.

00:56:56: Da war es eine Flüssig-Gasheizung drin, und der Heizungsbau hat die ganze Zeit mit mir zusammengearbeitet.

00:57:07: Die läuft noch ein paar Jahre.

00:57:09: Und dann stellt sich aber raus, dass irgendwie da ist... geht ein Teil kaputt und dann wollen wir das einfach nachbestellen.

00:57:15: Dann bestell ich gleich zwei, dann haben wir es irgendwie so.

00:57:18: Dann haben wir's da, dann kommt er irgendwie nach drei, vier Wochen irgendwie und selber irgendwie der lange Rum gemacht mit seinen Händern und kommt dann und sagt ja also wir kriegen das Teil gar nicht mehr.

00:57:28: Krass!

00:57:28: Die haben aufgehört, das zu produzieren.

00:57:30: Gibt's auch auf dem Sekundärmarkt.

00:57:31: Es gibt's eine neue Heizung.

00:57:35: So, und ist halt eine Heizung für so ein Ding.

00:57:38: Ist da halt mal ganz entspannt irgendwie deine nördlich von dreißtausend Euro los?

00:57:43: Und die hat es nicht eingeplant.

00:57:44: und dann... Ah okay!

00:57:48: Ja.

00:57:49: Und dann musst du dann da noch weg was weggenommen hast und da was weg und dann kommst du in einen defizitären Strudel war einfach unglücklich weil zu dem Zeitpunkt auch schon die andere Puffer aufgebraucht waren Und dann so ein fetter Batzen noch unvorhergesehen, und dann hat es am Ende natürlich schon zum Stress mit.

00:58:10: Das war halt am Ende von der Umbauphase und diese ganze Umbaufase war für mich auch einfach...

00:58:15: Wie lange hat die gedauert?

00:58:16: Wir haben angefangen im

00:58:19: Juni...

00:58:21: ...Zwanzig zwanzig.

00:58:22: Fünftzehnte Juni.

00:58:25: Zwanziggzwanzig haben wir angefangen und wir waren fertig Im Dezember einundzwanzig.

00:58:34: Oh, anderthalb Jahre

00:58:36: haben wir umgebaut.

00:58:37: Respekt für so eine Größe

00:58:39: und das war ... Aber auch echt für mich, also so ich war da am Ende.

00:58:44: Ich war dann fertig mit dem Nerv.

00:58:47: Also ich würde es heute wieder machen.

00:58:49: Auf die Frage vorhin gibt's da irgendwelche Regrets?

00:58:53: und nee auf gar keinen Fall.

00:58:54: Ich würd das Safe auf jeden Fall wiedermachen.

00:58:56: Ich würde das sogar sehr gerne wieder machen Auch deshalb weil ich irgendwie jetzt weiß was lasse ich mich ein.

00:59:03: Ich könnte bestimmte Sachen besser managen.

00:59:07: komplett ausgesaut sein, wie ich jetzt war vielleicht weiß ich nicht.

00:59:11: Aber spielt auch keine Rolle weil ich ganz also wenn am Ende kommt es ja auch dann in der Rückschau drauf an so hat sich dieses hat sich das gelohnt?

00:59:21: hat sich der Einsatz gelohne?

00:59:22: hat sich diese Quellerei gelohnen?

00:59:23: hat sich dass gelohned irgendwie voraussichtlich wahrscheinlich einen Burnout gehabt zu haben und aber nicht in die klinik gehen zu können?

00:59:31: da muss man halt einfach ganz klar und deutlich sagen Ja Und zwar in jeglicher Hinsicht.

00:59:38: Selbst mit dem Risiko, dass es mich dann auch nochmal irgendwie so erwischen würde wie's mich da erwischt hat, würd ich das zu jedem Zeitpunkt wieder machen.

00:59:47: Schön!

00:59:47: Ja was für ein tolles Schlusswort für heute.

00:59:51: Obwohl ich noch wirklich ganz lange mit euch reden könnte weil das ist so kurzweilig.

00:59:57: und ja aber... Dann müssen wir mehr Teile aus dieser Folge machen.

01:00:03: Machen wir lieber einen Cliffhanger für bis zum nächsten

01:00:06: Mal.

01:00:07: Sieben

01:00:07: Jahre haben wir schon vereint, gell?

01:00:09: Vor mir jetzt die Aufwand.

01:00:10: haben wir auch noch was für euch.

01:00:12: Unser obligatorisches Gärschenbremswasser.

01:00:16: Aber nicht trinken!

01:00:17: Das ist tatsächlich Gärsbrenzwasser.

01:00:19: Also ich weiß, man habt ihr viel von der Haustür... Ja aber das ist auf jeden Fall bei eurer Haustüre schon vorbei geflossen weil die Alex Fisch das aus dem Geiltsloch sagt.

01:00:29: euch das was?

01:00:29: Das

01:00:30: Geilslochs war wo die Kerpost getauft wird.

01:00:36: Da

01:00:36: wurden früher die Pferde gedrängt.

01:00:38: zwar deswegen heißt es Geilzloch

01:00:40: Ganz schön klar.

01:00:44: Habt ihr das noch mal gesehen?

01:00:45: Nein,

01:00:47: nein!

01:00:48: Das ist tatsächlich klar.

01:00:50: Immer wieder... Wenn es gerade geregnet hat, ist es ein bisschen schlammiger und manchmal ist auch irgendwo ein Tier drin oder eine Gänsefeder, die gibt's da ja auch.

01:00:58: Also immer wieder bin ich voll geflasht wie klar das ist.

01:01:01: und dann denke

01:01:02: Alex war doch niemals

01:01:04: in der Barschbremse.

01:01:05: Das hat die doch aus dem Wasser an, aber nein!

01:01:07: Soll ich dir die Plastikflasche

01:01:09: zeigen?

01:01:09: Du hast mir denn schon mal dabei, wo sie das... Nee, aber da hab' ich nicht.

01:01:14: Ich würde bei uns auch immer was abfüllen und dann können wir ja gucken ob das, weil es kann natürlich durch die kleine Menge...

01:01:20: Ja.

01:01:21: Ich hole dann eigentlich schon immer, weil wir ja eigentlich regelmäßige Aufnahmen haben.

01:01:24: Wo ich dann immer gleich so eine anderthalb Liter Flasche da bin ich nicht eh zu machen und das ist wirklich also manchmal setzt sich dann unten ein bisschen was ab aber prinzipiell ist es schon sehr klar.

01:01:35: Also, Alex springt im Hochzone mal sogar rein.

01:01:38: Ich dann lieber den Wasserschlauch auf den Kopf.

01:01:40: Du, der ist früher

01:01:41: als Schwimmbad drin.

01:01:43: Man hat mir beim Verkauf ...

01:01:46: Der Bücher

01:01:46: hat man mir versprochen!

01:01:49: Aber es wurde mir gesagt.

01:01:50: Es werden ja regelmäßig Wasserproben entlang von Prüfung durchgeführt und das hätte angeblich ... ich hab's niemals weiter recherchiert, aber es hätte angieblich Trinkwasser- und Badesigqualität.

01:02:02: Okay, wir sind halt

01:02:03: direkt nach der Stauschrufe.

01:02:05: Vielleicht ist es auch deswegen.

01:02:06: Auf jeden Fall, tausend Dank, dass ihr da wart!

01:02:09: Vielen Dank!

01:02:10: Sehr gerne, vielen Dank für die Einladung.

01:02:11: Das war sehr schön.

01:02:15: Für uns auch ganz ehrlich eine große Ehre, da eingedankt

01:02:18: zu

01:02:19: werden.

01:02:20: Wir freuen uns riesig, dass wir

01:02:22: kommen...

01:02:22: Vierzigste Folge!

01:02:24: Kleines Jubiläum auf jeden Fall rund und ihr kommt wieder und wir freuen uns dann!

01:02:32: Gute!

Neuer Kommentar

Dein Name oder Pseudonym (wird öffentlich angezeigt)
Mindestens 10 Zeichen
Durch das Abschicken des Formulars stimmst du zu, dass der Wert unter "Name oder Pseudonym" gespeichert wird und öffentlich angezeigt werden kann. Wir speichern keine IP-Adressen oder andere personenbezogene Daten. Die Nutzung deines echten Namens ist freiwillig.