Gersprenz Gewäsch - Folge 39

Shownotes

Die Familie von Helmut flüchtete nach dem Krieg aus Böhmen und strandete in Groß-Zimmern. Sie hatten Glück und der Vater fand hier Arbeit als Fahrdienstleiter und so konnte er mit seiner Familie in die Arbeiterwohnung unterm Bahnhofsdach einziehen.

Helmut wurde Anfang der 50iger Jahre im Bahnhofsgebäude geboren. Wahrscheinlich war er eine der letzten Hausgeburten im kleinen Örtchen.

Doch seit wann gab es denn eigentlich einen Bahnhof in Groß-Zimmern und wie sah das Gebäude eigentlich aus? Welche Räume gab es darin und warum wurde er nach gut 80 Jahren schon wieder abgerissen?

Wie war es denn als Kind auf einem Bahnhofsgelände aufzuwachsen? Welche Geschichten und Abenteuer erlebt man dort? Gab es Dramen oder sogar Unfälle? War es laut und geschäftig?

Und wie war es ganz persönlich für Helmut als das Gebäude und das Gelände abgerissen wurden? Was hat er empfunden? Ist er mit dem Umgestaltung in eine Parkanlage einverstanden gewesen, oder hätte er sich die Neugestaltung anders gewünscht?

Über schlecht einparkende Lokomotivführer, übel riechende Toilettenhäuschen und der verrauchten Bahnhofskneipe sprechen wir mit Helmut.

Ihr kennt den alten Bahnhof gar nicht? Dann hört doch unbedingt mal rein!!!

Transkript anzeigen

00:00:05: Gerspränzgewäsch.

00:00:07: Der Podcast

00:00:09: mit

00:00:09: Alex und Annette.

00:00:13: Guten und herzlich willkommen zu unserem Podcast, Gersspränzgewäsch!

00:00:17: Ja wieder schön in kleiner Runde mit einem tollen Gast bei der Alex am Küchentisch.

00:00:22: Und wir freuen uns riesig denn wir haben ein echtes Zimmer Urgestein da sitzen obwohl er sich selbst gar nicht so benannt geboren in Großzimmern unter dem Dach im alten Bahnhofsgebäude.

00:00:37: Und wir freuen uns sehr, dass du da bist und uns heute ein bisschen was über den Bahnhof erzählst.

00:00:42: Gute Hellmut!

00:00:44: Vielen Dank für die Einladung.

00:00:47: Ich guck mal, was ihr alles hören wollt.

00:00:49: Machen wir die erste Frage und dann schauen wir weiter.

00:00:51: Genau.

00:00:52: Ja auch von mir schön, dass Du da bist das es alles so wunderbar funktioniert hat.

00:00:56: und ich starte mal... Mit unserem Bahnhof, also in der Eighteenhundertsechzehnundneinzig haben wir ja die erste Bahnstrecke bekommen.

00:01:04: Das war ja die Hot-Gau-Bahn.

00:01:06: Genau!

00:01:06: Was mich interessieren würde stand dann schon das Gebäude?

00:01:09: Das Bahnhofsgebäude?

00:01:10: oder wie ging es Ganze los?

00:01:11: Das ist gleichzeitig gebaut worden mit der Bahn.

00:01:14: Ahja ok.

00:01:14: Das Gelände hat dem Freiherr von Wambold gehört und in seinem Archiv kann man noch die Kaufverträge sehen.

00:01:20: Es ist zwangsweise verkauft worden.

00:01:22: klar War eine Infrastrukturmaßnahme und es hat Priorität gehabt.

00:01:27: Für Großzimmern war es eine ganz wichtige Einrichtung, weil wir hatten viele Bauarbeiter hier gehabt.

00:01:33: Wir hatten auch viel Gewerbe gehabt!

00:01:35: Wir hatten Steine, Sand, Formsand... Wir hatten landwirtschaftliche Produkte.

00:01:41: Das war alles erst dann in großem Maße möglich als die Bahn hergekommen ist und für Großzimmern war das ne Aufbruchsstimmung gewesen

00:01:50: damals.

00:01:50: Wirtschaftlicher Aufschuh?

00:01:51: Wirtschaftliche Aufschuhe muss man sagen.

00:01:53: also der Bahnhof ist gleichzeitig mit der Strecke eröffnet worden.

00:01:57: Und ... Er hat noch nicht die Ausmaße gehabt, wie das am Ende der Fall war.

00:02:03: Es stand das Hauptgebäude, es stand eine kleine Güterhalle und es stand das kleine Toilettenhäusche.

00:02:11: Ah ja!

00:02:11: Was ganz zuletzt auch noch stand.

00:02:13: Das ist einer meiner ersten Erinnerungen als ich Kind war so mit fünf, sechs Jahren.

00:02:19: Ich bin dann runter auf der Bahnsteigung Ich bin mal ins Toilettenhäuschen und bin fast umgefallen, weil sie so fächterlich nach Urin gestunden haben.

00:02:30: Das war nicht auszuhalten!

00:02:31: Ich habe keine Luft mehr gekriegt.

00:02:34: Okay also Sanitär war noch nicht so auf der

00:02:36: Höhe?

00:02:37: War fächderlich ja.

00:02:38: War auch nur für Männer zugänglich.

00:02:41: Und die Toilette dann, die war abgeschlossen.

00:02:44: ich kann aber nicht sagen ob den Schlüssel waren oder ob da jemand... Also für die Frauen war das unangenehme Angelegenheit.

00:02:50: Ja

00:02:50: das kann ich mir vorstellen.

00:02:51: Wie muss ich mir denn das Gebäude vorstellen?

00:02:53: Also, ich kenne ja nur alte Postkarten bzw.

00:02:55: ganz wenige alte Fotos.

00:02:57: Was war da alles drin so für Räumlichkeiten?

00:02:59: Wartehalle... Ja

00:03:01: also es waren Backsteinbau.

00:03:03: Es war dekorativ, es waren verschiedene Schattierungen.

00:03:07: Es waren gelbe und rote Backsteine.

00:03:10: Über dem Hauptportal war das Flügelrad des Symbols der Eisenbahn in Backstein anerwendig gemacht.

00:03:17: War sehr schön gewesen, würde ich sagen!

00:03:20: Es war unten der Betriebsbereich, also eine große Schalterhalle.

00:03:24: Die am Anfang auch als Warteraum genutzt wurde.

00:03:27: Da war ne Gepäckaufgabe.

00:03:28: Man konnte also sein Reisegepäck aufgeben mit dem Rolltor mit dem Kleinen.

00:03:32: Es waren zwei Schalter da, Bedienungsschalter wo Fahrkarten verkauft wurden.

00:03:37: Dann die Diensträume, da konnte ich als Kind runter.

00:03:40: Der Bahnhofsvorstand hat zwar immer geschimpft, aber der Vater hat es zugelassen!

00:03:46: Und da waren vier oder fünf Schreibtische.

00:03:48: Der Bahnhofsvorsteher hat ein eigenes Zimmerchen gehabt und das war sehr geschoss, dann ging hinten die Treppe hoch zur Wohnung vom Vorsteher.

00:03:59: Achter hatte er auch noch?

00:04:00: Er

00:04:00: hatte über den Diensträumen seine Wohnung sehr repräsentativ.

00:04:05: ich denke mal drei-vier Meter hohe Räume.

00:04:08: also ganz toll!

00:04:10: Und wir hatten, also weil wir die Ärmsten waren.

00:04:12: Wir hatten ganz oben unter dem Dach das war notwendig ausgebaut wie gesagt ohne Isolierung im Winter, arschkalt, im Sommer fürchterlich heiß.

00:04:21: und da hatten wir eine ausgebaute Küche, eine kleine Küche ein Schlafzimmer wo wir zu sechstrin geschlafen haben und ein anderes Zimmer dass Mangels Geld für die Möbel unwebliert war.

00:04:34: Wir hatten aber im Gegensatz zu den meisten armen Leuten, hatten wir eine Toilette.

00:04:38: Die war zwar im Treppenhaus so ein Plumsglow ... Aber wir mussten nicht wie die meisten Zimner damals noch über der Hof irgendwo ... In der Schreib.

00:04:46: Ja also da das waren in Ordnung gewesen.

00:04:49: Das war ein Ort.

00:04:51: Und ansonsten gab es die Güterhalle, die angebaut wurde, die zwei Rampen hatte.

00:04:57: Eine Rampe zur Straße hin, eine Rampe nach Süden zu dem Gleisen entlang einer offenen Rampe und Es gab die Toilettenanlage.

00:05:07: Da war auch eine Waschküche angebaut, die meine Mutter und auch die Frau vom Bahnhofsvorsteher benutzen konnte.

00:05:14: Und nachträglich ist dann eine moderne Wartehalle angebaut worden und die dann später in der Bahnhofswirtschaft war.

00:05:23: Ah!

00:05:23: Eine Wirtschaft hat mir auch

00:05:24: gemacht?

00:05:24: Ja, da war nicht die Bahnhoffswirtschaft.

00:05:25: Das wusste ich bisher

00:05:27: auch nicht.

00:05:28: Meine Jugenderinnerung oder meine Kindheitserinnerungen ... Wir dürften dort nicht rein.

00:05:33: Was hat meine Mutter streng verboten?

00:05:34: Und was verboten ist, ist natürlich...

00:05:37: Besonders

00:05:38: verlockend.

00:05:40: Das heißt ich habe ab und zu mal reingeguckt wie nachher mal reingegangen aber weil es so fürchterlich nach Rauch gestunken hat also wenn man reingegegangen ist, hat man fast nix gesehen weil auch der Quallen und ich war drin bin hoch zu der Mutter.

00:05:53: die hatte sofort an der Kleider gerochen das heißt

00:05:55: erwischt.

00:05:56: Es gab Bräsche.

00:05:59: Deine Eltern, die sind nach Großzimmern gekommen.

00:06:02: Die stammen nicht von hier?

00:06:03: Wegen dem Bahnhof.

00:06:04: dein Vater war Fahrdienstleiter.

00:06:08: Mein Vater ist gelernter Darmenschneider gewesen hat aber im Bömerwald wohergekommen ist.

00:06:13: in den dicksten Geräuschinden gab es keine Arbeit für ihn und als er meine Mutter kennengelernt hatte in Aussig das ist in Nordbömen hat er die Möglichkeit gehabt beide Bahnen anzufangen im Suddatenland schon auf dem Bahnhof gearbeitet.

00:06:28: Schön priesen bei Aussicht und ist dann nach der Kriegsfangenschaft, nach Rostow gekommen, ein halbes Jahr hat er geblieben und dann hat er in Großzimmern die Stelle gekriegt und hat ... Teutäuteu war ein großes Glück für uns, hat auch die Wohnung gehabt oben.

00:06:44: also das war in dem Sinn.

00:06:46: wir waren zwar ganz armer Leute aber wir haben trotzdem privilegiert.

00:06:51: andere hatten irgendwelche ausgebräumten Leute aus Darmstadt oder auch Flüchtlinge, mit denen sie ihre Zimmer oder ihre Wohnung teilen mussten.

00:06:59: Manchmal hat ja eine Familie in einem Zimmer gehaust.

00:07:02: Also in dem Sinn hatten wir Glück gehabt, muss ich sagen.

00:07:07: Und hast du deine ganze Kindheit da verbracht?

00:07:09: Von neunzehntfünfzig bis neunundsechzig.

00:07:12: Dann war mein Vater sehr sparsam gewesen und die Zeit damals war so dass man wenn er mit nichts gekommen ist zehn Jahre später ein Haus hatte.

00:07:24: Das ist unglaublich, kann man sich heute gar nicht mehr vorstellen.

00:07:28: Die Grundstücke waren sehr günstig gewesen und wir haben halt auch mit nichts angefangen.

00:07:34: Zwei Bretter, zwei Bohlen hatten wir, zwei Schraubzwingen ... Und eine Schippe!

00:07:38: Und das war alles.

00:07:39: Und Steiner hat mein Vater gesammelt oder also mit dem Vaggon kommen lassen von abgebrochenen Bunkern und alles Mögliche.

00:07:45: Und so haben wir ... Ja gebaut?

00:07:48: Jede Woche ist in der Bohle Höhe ist eingeschaltet worden, zementiert worden, betoniert worden wieder höher.

00:07:55: Dann kam die Kellertecke und dann das Maurer hat einen Maurer gemacht.

00:08:00: Und so mit nichts praktisch hat man was geschaffen.

00:08:03: also es war eine große Kunst.

00:08:06: Wenn ich mir heute überlege wenn jemand gerade Flüchtlinge, wenn die herkommen bis die mal ein Grundstück haben in Eigenkapital dass sie nur den Grundstuck kaufen können Kann man sich gar nicht mehr vorstellen.

00:08:18: Ja,

00:08:18: fast unmöglich.

00:08:19: Das ist unmöglich bei den Preisen heutzutage.

00:08:23: Aber ihr habt es genutzt und hat geschafft?

00:08:25: Wir haben's genutzen wie hundertundtausend andere auch.

00:08:28: Also das waren ja auch Großzimner die da gebaut hatten dort Oberamtscherweg, Weinbergstraße, Otenwaldringen und dann weiter oben Karl-Marxstrasse und so weiter.

00:08:41: Das gab's vorher nicht ne?

00:08:42: Da war ich bebaut

00:08:44: früher.

00:08:44: Das Einzige, was bebaut war, das wäre in der Nazi-Zeit gebaut worden.

00:08:48: Das waren die Rathenaustraße.

00:08:50: Der Teil ist ...

00:08:52: Also Schlangenhausen?

00:08:53: Ja!

00:08:53: Das Ur-Schlagenhausen, das ist wer in der Nazizeit jetzt haben und alles andere kam später.

00:09:00: Hast du denn noch ganz tolle Anekdoten für uns aus deiner Kindheit am Bahnhof außer diesem Toilettenhäuschen und der Wirtschaft?

00:09:09: Die ersten Erinnerungen, die ich habe, war der Lärm.

00:09:13: Es war ein ständiger Lärm am Bahnhof.

00:09:17: Die Lokomotiven haben gepfiffen, an den Schranken hat man gehört das Gebimmel.

00:09:23: wenn der Schrankenwetter die Schranke runter gelassen hat.

00:09:26: Wenn die Züge kommen sind klar ist er Dampfloks gewesen.

00:09:29: die waren laut.

00:09:30: aber was mich am meisten beeindruckt hat das waren immer das Ein- und Aussteigen.

00:09:35: Also wenn ein Zug nachmittags von Darmstadt gekommen ist, unsere Hundert Arbeiter rausgekommen, da flogen schon... Da hat der Zug war noch nicht über der großen Kreuzung hinter dem Bahnübergang, da waren noch dreißig Meter vom Bahnsteig entfernt sind schon die Türen aufgegangen und dann sind sie abgesprungen aus dem laufenden Zug und es war ein Gebrüll oder ein Geschrei!

00:09:53: Das kann man sich gar nicht mehr vorstellen.

00:09:55: Und dann wie will ich sagen so das Emotionale?

00:09:58: Die Abschiedszenen, die ja heute Privat auf dem Grundstück stattfinden.

00:10:03: Das ist alles dort am Bahnhof mit Heulen und was weiß ich, auch Geschrei... Also es war rein menschlich also ganz anders als heute.

00:10:13: Es waren hunderte und tausende von Menschen die da am Tag durch das Gebäude durchgeschleust worden sind, auf den Weg zur Arbeit oder auch in der Urlaub gut.

00:10:22: Da haben wir uns noch nicht so angesagt aber zu Ausbildung oder zu Besuchen bei Freunden, dass alles war War noch der Umschlagplatz.

00:10:32: Da konntest du schon als Kind die Menschen studieren?

00:10:35: Ja, so was!

00:10:37: Und ich habe auch, ich will mal sagen, rein familiär habe ich auch vieles erfahren, was mich irgendwie erschüttert hat.

00:10:47: zum Beispiel meine Mutter war ja zu sechs gewesen und wir hatten die Waschküche unten gehabt.

00:10:53: Das heißt, die ganze Wäsche musste die drei Treppen runter über die Straße zur Waschküche.

00:10:58: Dann haben wir da einen riesigen Bottich gehabt.

00:11:01: den haben er mit alten Schwellen ist der beheizt waren hat fürchterlich gestunken weil es mit Öl getränkt war haben sich alle Nachbarn aufgeregt haben geschimpft wie einer was meine Mutter hatte.

00:11:11: ich musste dann mit dem Stamfer muss ich dann die Wäschestampferne war ich acht Jahre alt gewesen ein kleines Bibchen aber ich musste einfach mit dran und dann die nasse wäsche wieder hoch in dem leeren Zimmer.

00:11:23: Also das hat mich schon betrügt, also da hatten wir gesehen aber es ging allen Leuten so.

00:11:28: Es war nicht nur bei mir.

00:11:30: dann für uns war das natürlich... Für die Kinder war es ein schöner Spielplatz.

00:11:34: War zwar alles verboten was sie mal gemacht haben, aber wir haben's gemacht!

00:11:37: Es gab einen Riesenhaufen mit Sand.

00:11:40: Die Dampfloks haben auf dem Kessel oben so eine Erhöhung und da war Sand drin der gebraucht worden ist wenn die Schienen glitschig waren oder was, musste Sand gestreut werden damit die Reibung da war.

00:11:54: Es war ein ganz feiner wunderbares Sand mit dem er als Kind auch sich schön spielen konnte und in dem Sand war ein Hydrant für die Wasserfrühe und der Hydrant war leck.

00:12:05: Das ist also ständiges Wasser rausgekommen und wir konnten da wunderbar Burgen bauen alles mit dem Sand.

00:12:12: Ja, dann war es auch, als ich dann später, also um neunzehntundersächsig, umgezogen waren.

00:12:18: Weil ich war halt Fanat in die Eisenbahn.

00:12:21: Ich hatte einen Freund gehabt, ein Schulfreund und wir zwei waren immer die Lockspeyer.

00:12:26: Ah!

00:12:26: Andere sind... Gott, wer weiß was mit dem Fahrrad drückt worden?

00:12:29: Und wir haben immer nach der locks geguckt und haben uns den Nummern aufgeschrieben.

00:12:32: Damals fuhren die Baureihe fünfundsechzig, das war eine Nachkriegsbauart relativ moderne Dampfloks.

00:12:41: Nachdem haben wir immer Ausschau gehalten, welche kommt heute und was weiß ich.

00:12:44: Und unter anderem haben wir uns dann mal erlaubt als der Betrieb schon zurückgefahren war bis auf zwei drei Zugpare am Tag sind wir dann mit dem letzten Zug.

00:12:53: in Großzimmern war keine Übernachtung mehr sondern die Züge sind dann leer zurück nach Dammstadt fahren und da haben wir von der Rückseite also nicht von der Bahnhof-Seite, aber von der Rücks Seite haben wir sie in den Zug reingeschlichen.

00:13:08: Hier illegal sind wir mit nach Darmstadt gefahren.

00:13:11: In der Hoffnung, dass uns da niemand erwischt beim Aussteigen.

00:13:16: Am Hauptbahnhof sind wir dann auf so einem Abstellt-Leist gelandet und dann mussten wir gucken das man möglichst ohne dass es jemand sieht auf die Bismarckstraße hochgekommen ist.

00:13:25: Also das war schon... Da hat mir Herz klopfen gehabt.

00:13:28: Das war ein besonderes Abenteuer.

00:13:31: Ja und ansonsten ist auch so viel passiert.

00:13:33: also Es war nicht nur Personverkehr.

00:13:36: Wir hatten eine Lokhalle im hinteren Bereich Richtung Rheinheim.

00:13:39: Es war ein Wasserturm dort gewesen, die Loks sind abgestellt worden und Kohle gefasst wurden.

00:13:44: Wasser ist gefasst worden und wir konnten da immer zugucken.

00:13:48: Interessant war auch wenn Tiere zum Beispiel verladen waren.

00:13:51: Der Neumann hat eine eigene Rampe gehabt und es sind dann immer Gänse gekommen.

00:13:56: Das war die

00:13:57: Geflügelimport?

00:13:58: Genau!

00:14:00: Man hat auch gesehen, man ist immer viel toter dabei.

00:14:03: Das hat uns dann immer so leidgetan, wenn wir das gesehen haben die kleinen Viecher da drin.

00:14:07: Dann gab es eine Rampe beim Kohlefröhlich.

00:14:11: Die Kohle war grundsätzlich entladen worden.

00:14:13: Da hat einer immer drunter gestanden mit einer Kippwage.

00:14:17: Ist der Dings aufgezogen worden damit die Kohle rausgekommen ist?

00:14:22: Da musste ich mal einen Zenden oder wieviel musste er abwiegen in den Sack rein.

00:14:25: Föchterlich schwere Arbeit aber das war üblich damals.

00:14:28: Dann an der anderen Rampe, auf der Großzimmlerseite konnten drei Waggons dort stehen.

00:14:35: Und zwar im Herbst immer während der zugerüben Kampagne war da eben richtig was los gewesen.

00:14:40: also die Bauern sind mit ihren Leiterwagen oder später waren es Gummibereifte Rollen sind gekommen und musste alles mit Gabeln, musste das umgeschöpft werden aus den Wagen in die Waggongs rein und er ist während dieser Kampagne Sehen da ganze Züge mit im Zugeröben von Großzimmer nach Großgerau gefahren.

00:14:59: Ah,

00:14:59: nach Groß-Gerhausen?

00:15:00: Ja, da war ganze Zugerfabrik noch in Groß Gerau.

00:15:02: also das war schon interessant.

00:15:03: dann ist vom Sand verladen worden wie gesagt aus den Sandgruben.

00:15:06: die Waden und ich habe auch gesehen sind kleine Ferkelsinn mal gekommen.

00:15:11: die haben sie auch so roh behandelt.

00:15:12: als Kind zieht man sich an der Hinterbeine genommen und einfach rausgeworfen und auf die Dinge... Schlimm ja auch, keine Söhngeschichte!

00:15:21: Aber hast du viel gesehen?

00:15:23: Ja, habe ich viel gesehen.

00:15:24: Also das war sehr beeindruckend muss ich sagen und ist auch viel menschliches Leid.

00:15:29: also die Männer waren ausgelaut gewesen vom Arbeiten aber auch vom Trinken.

00:15:36: auch muss ich ehrlich sagen also ich hab da Gestalten gesehen.

00:15:38: das gibt's in dem Maß gibt es heute nicht mehr glaube ich

00:15:42: War wahrscheinlich auch noch die Kriegsverarbeitung?

00:15:44: Auch noch.

00:15:45: Ja, es war ja in den fünften Jahren.

00:15:48: Manche sind erst aus der Gefangenschaft gekommen.

00:15:52: Wir hatten gelesen dass der Verkehr fast rund um die Uhr lief.

00:16:00: Also von daher kann ich mir das schon vorstellen, du hast ja gesagt es war sehr laut.

00:16:04: Aber klar wenn ich mir jetzt überlege dass da wirklich also erstens mal waren die Züge an sich ja laut und dann auch noch den ganzen Tag und die ganze Nacht Ja!

00:16:13: Es ging los eigentlich um halb fünf gegen der erste Zug nach Frankfurt Und das war ein Zug, der in Großzimmern eingesetzt worden ist.

00:16:21: Die normal kamen die Züge alle aus Rheinheim.

00:16:24: Der hatten dort Anschluss an den Otenwaldbahn und dieser eine Zug ist in GroßZimmern angesetzt worden ganz früh und er hatte noch uralte Waggons gehabt aus dem Vorgriegszeit also aus einem vorm Ersten Weltkrieg mit Abheilen, die man nicht... die man nur von außen betreten konnte.

00:16:39: Das war also ein langes Drittbrett.

00:16:40: da konnte man während der Fahrt Ich weiß nicht, ob es damals wahrscheinlich schon verboten war.

00:16:46: Konnte man von Abteil zu Abteil?

00:16:48: Musste also raus, muss am Rackort entlang und dann wieder rein.

00:16:52: Und dieser Zug ist ganz früh weggefahren und war mit einer speziellen Baureihe-Achtunddreißig.

00:16:58: War der gespannt weil sich heute noch war.

00:17:00: was Besonderes!

00:17:01: Und das ging dann Schlag auf Schlag praktisch jede Stunde.

00:17:05: ein Tattfahrplan wie heute hat's nicht gegeben aber im Schnitt ist jede Stunde einen Zug in alle Richtungen gefahren.

00:17:11: Ach so, aber man hatte keine genaue Abfahrtszeit.

00:17:14: Doch die hat nur ... Die war nicht ... War kein Takt, kein Stundentakt in dem Sinn Sondern das waren unterschiedliche Zeiten.

00:17:20: Aber es war In der Hochzeit jetzt, in der fünften Jahrjahre.

00:17:24: Du konntest alle Stunden in jede Richtung fahren.

00:17:27: Das war ausgezeichnet muss ich sagen.

00:17:29: Aber weil du sagst, die Hochzeit in den Fünfzigern, in den Sechzigern wurde das ja dann schon nach und nach wieder stillgelegt?

00:17:34: Ist wieder

00:17:34: abgebaut worden?

00:17:35: Ja Wie die Motorisierung kamen was zu Ende?

00:17:38: Ja, schade.

00:17:39: Aber du hattest ja schon gesagt, dass es so Pöa-Pö ausgelaufen.

00:17:43: Einige Strecken wurden nicht mehr befahren und der Personennverkehr wurde sehr stark eingeschränkt bis dann das Ganzschluss war mit Personen

00:17:51: aus Hüben... Ah, ja!

00:17:52: Sechsundsechzig ist nach Fieber-Greienheimstil gelegt worden.

00:17:56: Und der Siebundsechtzig auch nach Darmstadt, der Personenverkehr.

00:18:00: Ich hatte eine Lehre angefangen bei der Sparkasse in Darmstad.

00:18:06: Einsatzort war in Rostov gewesen und da hatte ich noch einen Monat lang oder zwei Monate bin hier mit der Bahn bis Rostoff gefahren.

00:18:13: Obwohl ein Bus schon ging, mit dem ich hätte auch fahren können.

00:18:16: Aber du hast Bahnen begeistert!

00:18:18: Binst du immer noch Musiker, Alexander?

00:18:21: Ja... Also mir tut es schon im Herzen leid das jetzt gar nichts mehr da ist wenn ich überlege was aus anderen Bahnhöfen gemacht worden ist.

00:18:29: Man hätte

00:18:30: ihn nicht

00:18:30: unbedingt

00:18:31: abweichen müssen.

00:18:33: Es gibt ja gute Beispiele für die Rebitalisierung.

00:18:36: Ja, weil so viel Fläche hat er nicht in Anspruch genommen.

00:18:40: Man hätte die Güterhalle gut, das war nur ein hölzendes Gebäude und genauso die Wirtschaft, die später angebaut worden ist selber auch nicht erhaltungswürdig.

00:18:49: aber der Bahnhof selbst wäre eine schöne, vor allem weil er auch unten hohe Räume hatte.

00:18:55: Das waren vier, fünf Meter hohe Und dann

00:18:58: oben die Wohnung ja auch.

00:18:59: Und

00:18:59: oben die Wohnungen auch sehr süß, ein Kaffee hätte ich mir da unterparten

00:19:04: vorstellen können.

00:19:05: Schade, schade!

00:19:06: Ja aber noch mal chronologisch also sixen, sechste, sieben, sesslich ist der Personenverkehr dann eingestellt worden und der Güter-Verkehr lief noch ein bisschen

00:19:12: länger?

00:19:13: Ja es war.

00:19:14: ich glaube ich war das gewesen.

00:19:15: Ich habe mich hier aufgeschrieben.

00:19:16: Es waren ne achtzig.

00:19:18: Achtzig ist der Gesamtverkehr eingestellt worden.

00:19:21: Und vierundachzig sind alles demontiert worden

00:19:25: Also die Bahnschienen

00:19:27: und das Gebäude

00:19:28: ist

00:19:28: alles abgebrochen worden.

00:19:29: Das Bahnhofsgebäude wurde auch schon abgerissen?

00:19:33: Ja, da gibt es noch Fotos wie der Bagger auf der Gaststätte steht.

00:19:37: Aber

00:19:37: das war dann zur Zeit von Abriss dann auch schon ganz schön demoliert und runtergekommen?

00:19:44: Es

00:19:44: haben Leute drinnen übernachtet sind Partys gefeiert worden und es ist auch von interessierter Stelle bewusst Dämoliert waren.

00:19:54: Es sind nicht nur die Scheibmann eingebaffen, es sind die Fenster rausgebrochen worden und es war eigentlich nichts mehr anders möglich als Abbruch.

00:20:04: Ich bin immer fassungslos bei so einer Gewaltbereitschaft, also wie man auf die Idee kommt sowas zu zerstören und zu beschmutzen und das für mich immer rätselhaft.

00:20:16: Ja,

00:20:16: es waren öffentliches Gebäude gewesen und da haben manche keine Hemmungen halt.

00:20:21: Es war hier unbewohnt War hier niemand mehr aufgenommen?

00:20:24: Ja, gut.

00:20:25: Auf jeden Fall bis dahin war schon der Personenverkehr zurückgegangen also weil man auf die Straße gekommen ist lieber Bus und Auto gefahren ist.

00:20:35: ja schade heute und zwischendurch eigentlich schon viele Jahre gab es immer wieder mal Bemühungen dass man doch wieder angewunden

00:20:43: wird.

00:20:44: Ich glaube das sind schon hunderttausende von Euro ausgegeben worden nur für Planungen aber ist nie was draus geworden.

00:20:51: Und wann ist das immer gescheitert?

00:20:52: dann?

00:20:53: Es ist gescheidert einmal.

00:20:55: Rostav hat auf dem Bahnhofsgelände des Abo-Altenheimen gebaut.

00:21:02: Das steht mitten auf der Strecke, wäre weniger.

00:21:04: Es ist daran gescheitert weil in Darmstadt auch kein Wille da war die Straßenbahn zu verlängern.

00:21:11: Die haben eine kleine Verlängerung nach Alsbach gemacht.

00:21:14: Die drei Kilometer war schon ein Riesensache Bis das durch war, also noch mal... ...fünfzehn Kilometer oder dreizehn nach Großzimmern hätten die nicht geschafft.

00:21:21: Es war der Wille nicht da und auch ich denke, die Möglichkeiten auch nicht.

00:21:27: Ich denke eine letzte Hoffnung hatte ich noch auf die fünfhundert Milliarden, die jetzt von der Bundesregierung fein sind.

00:21:35: Habe ich dann vielleicht, vielleicht kommt in Zimmern was an.

00:21:37: aber Illusion!

00:21:39: Alles Illusion?

00:21:40: Nichts, nichts.

00:21:41: Wir haben vielleicht noch ne Chance wenn die S-Bahn Oberrot nach Dieburg verlängert wird.

00:21:47: Da ist sie die Bahnstrecke noch da, dass man dann vielleicht ... Nach Zimmern...

00:21:52: Da ist

00:21:53: die Trasse noch vorhanden wenigstens.

00:21:54: Nach Rheinheim ist sie zugebaut und nach Dammstadt ist es zu gebaut.

00:21:57: Vielleicht gibt's irgendwann noch eine Chance?

00:22:01: Also du bist immer noch kämpferisch dabei mit Herbstblut!

00:22:05: Und du hast auch ganz viel getan.

00:22:07: also ich glaube das dein Name hier in Großzimmern absolut immer mit dem Kampf und den Bewahren des Bahnhofs im Verbindung.

00:22:15: Als mein Vater gestorben war, habe ich dann halt als Erinnerung an ihn das Signal gestiftet.

00:22:21: Damit die Leute wenigstens ein bisschen ... Wo hat denn der Bahnhof mal gestanden?

00:22:24: Weil wenn man durch die Anlage läuft, hat mir auch keine Ahnung wo der Bahnhofer ist.

00:22:28: Nein, hat

00:22:28: man auch keine ahnung.

00:22:29: also ich verstehe auch gar nicht dass da irgendwie nicht mal in der

00:22:32: grünen Mitte

00:22:33: so eine ordentliche Tafel aufgestellt oder im Boden was dargestellt ist wohl genau das Gebäude

00:22:41: stand.

00:22:41: das hätte

00:22:41: ich total schön gefunden

00:22:43: dieses Signal.

00:22:44: Ich war nach dem Tod von meinem Vater, bin ich noch ein bisschen rumgereist und da war ich auf der Odenwaldbahn vor Eberbach, gucke ich aus einem Fenster runter und er liegt unten im Talgrund, liegt das Signal auf einer Wiese.

00:22:56: Dann habe ich gedacht was ist das?

00:22:58: Ach,

00:22:58: das ist gar nicht Ostzimmern!

00:23:00: Nein,

00:23:00: nein, nein!

00:23:00: Ach soo!

00:23:02: Das hab' ich dann gesehen während der Fahrt und bin dann hingelaufen, hab Leute gefahrt anwohnen, hab gesagt wisst ihr was mit dem Signal is'.

00:23:09: Und über...was weiß ich wieviel Ecken an die Adresse von einem Verein gekommen, die das Signal abgebaut hatten.

00:23:17: An der Strecke sind technische Modernisierungen da gewesen im Bahnhof Keilbach und den habe ich das Signal abgekauft.

00:23:25: dann hab sie mit so einem Tieflader auf unser Grundstück und da ist es restauriert worden, habe ich die ganzen Gewichte, die da dran hängen, normal sind Gewichte da gegen Gewichte damit das überhaupt funktioniert, die habe ich alle abgebaut ausgeschachtet dort und bin tatsächlich auf die Grundmauern vom Bahnhof gekommen, auf der Keller.

00:23:48: Ah!

00:23:49: Also er

00:23:49: wurde zugeschüttet?

00:23:50: Ja,

00:23:50: da haben wir es dann verankert.

00:23:54: Der Keller ist noch was ganz Besonderes.

00:23:57: Als ich Kind war hat mich meine Mutter immer runter geschickt, die Kartoffel holen in den Keller.

00:24:00: Und der Keller das waren Gewölbekeller ein großer Gewölbekeller.

00:24:05: Dunkel also ganz dunkel mit so einem winzigen Funsel, Und alles voller riesiger Spinnweben.

00:24:14: Und die Kartoffeln, wenn es so Februar März war, waren die schon ein Meter gekeimt und da musste ich unten Kartoffel und habe mich so geförchtet.

00:24:25: Das wäre auch nicht meins gewesen.

00:24:26: Nein,

00:24:27: absolut nicht!

00:24:28: Ich würde mich schon im Keller bei meinen Eltern und das war ein ganz normaler

00:24:32: aufs gebaute

00:24:33: Keller.

00:24:34: Aber noch mal zurück – wir haben glaube ich noch nicht drüber gesprochen – grüne Mitte?

00:24:37: Wer hat es denn eigentlich angeregt, dass dann Park dann hinkommt?

00:24:40: Wie war das?

00:24:41: zwar Unterbürgermeister Tüngen?

00:24:42: Ja

00:24:42: genau.

00:24:43: Wie ist die Idee?

00:24:44: Es war eine super Idee weil Gott Zimmern hatte ihr keine grünen Nacht gehabt bis auf das alte Friedhofsgelände.

00:24:51: Das

00:24:51: war der einzige grüne Fleck in Großzimmern und das hat sich angeboten.

00:24:56: Wer aber eigentlich, das hätte man auch realisieren können wenn der Bahnhofs stehen geblieben

00:25:01: wäre.

00:25:01: Ja, da hätten

00:25:02: wir integrieren können.

00:25:02: Hätte ein schönes Kaffee geben, kaffeekrühne Mitte.

00:25:05: Ja

00:25:05: toll!

00:25:06: Also heute würden wir uns wahrscheinlich sehr darüber freuen?

00:25:09: Man hätte oben sitzen können im ersten Stock.

00:25:10: Da war dieser schönen Balkon, war ein wunderbarer Balkon wo man die ganze Bahnhofstraße einsehen konnte.

00:25:17: Und ja, schade.

00:25:20: Verpasste Chancen!

00:25:23: Das war

00:25:23: halt so eine Zeit, so ein Zeitalter wo sehr viel in Großzimmern abgerissen wurden?

00:25:27: Genau,

00:25:28: so ist es her.

00:25:29: Der halbe Ortskernis abgerisen worden.

00:25:32: seltsamer Weise oder ironischerweise ist der Teil abgeriesen worden, der in historischer Zeit zu Hessen Darmstadt gehört hat.

00:25:40: Die hessische Zinsgasse und das ist dann... In hessischer Zeit ausgerechnet ist es abgebrochen worden, ist nichts mehr oder wenig nur noch davon da.

00:25:49: So, Ironie der Geschichte.

00:25:51: Ach, Ironia, du glaubst nicht dass es da einen Bewussten zusammenhandelt?

00:25:55: Nein!

00:25:56: Das war den Leuten nicht bewusst das war einfach.

00:25:58: man hat eine Schause gesehen Es waren die evangelische Kirche und die Bachgasse und diese.

00:26:03: das war Tabu gewesen weil das war wirklich Urzimmern Und das andere kam später.

00:26:09: und gut hat mir gedacht Nämmer das an die Kirche hat sich niemand dran getrauten ans Umfeld das verstehe ich auch.

00:26:15: das klar.

00:26:16: Ja,

00:26:17: da sind wir heute aber auch wirklich

00:26:19: froh.

00:26:20: Das wenigstens das noch erhalten geblieben ist ja.

00:26:23: Weil du hast uns hier auch so eine schöne Postkarte mitgebracht die ist schon sehr alt.

00:26:29: was hast du erzählt?

00:26:30: Die ist von...

00:26:31: ...die ist von eighteenhundert

00:26:33: siebenundneunzig also ganz frisch.

00:26:36: Bahnhof war ganz frischt.

00:26:37: Bahnhoff war ganz Frisch gebaut und die Strecke nach Diberg oder Rheinheim die war schon in Betrieb.

00:26:43: Zwischen dem Bahnhof und dem Ortsrand war damals die Rhein-Heimer Straße.

00:26:48: Die Wilhelm-Leuchnerstraße war noch Grünland, war also beide oder Feld hier dieses grünen Tag gestellt auf jeden Fall.

00:26:54: Also Oberrammstedter Weg?

00:26:56: Und Weinbergstraße und so das war alles noch

00:26:57: grün für alles Feld?

00:26:59: Ja selbst zwischen dem Bahnhof und der Wilhelm Leuchner Straße war grün.

00:27:03: Also da wo heute die Sparkasse steht und all das gab es

00:27:06: gar nicht.

00:27:06: Also war der Bahnhof eigentlich außerhalb gebaut?

00:27:08: Der

00:27:08: Bahnhof war außerhalb gebaut ja Genauso wie in allen Ortschaften rundherum.

00:27:13: Überall hat der Bahnhof praktisch auf freiem Feld gestanden und der Ort hat sich dann in die Zeit ständig nach dem Bahnhof zu orientiert, das Zwischenraum ist denn immer erschlossen worden.

00:27:28: Und diese Postkarte – es ist eine kolorierte Karte, sie ist eigentlich initiiert worden durch den Inhaber des Kaffees oder der Weinstube Reingold, ein Herr Wechsler war das gewesen.

00:27:40: Und er hatte diese Karte drucken lassen.

00:27:43: und im Vordergrund ist natürlich der Bahnhof zu sehen und die Bahnhofstraße, die auch unbebaut war und dann eine kleine Allee einseitig bepflanzt zu seinem Reingolt-Kaffee, den Rheinheimer Straße stand.

00:27:57: Und es war während... Das war so eine Aufbruchzeit, Die aus den Gründen der Zeit, da war viel Geld im Reich.

00:28:10: Nach einem deutsch-französischen Krieg mussten die Franzosen fürchterlich viele Reparationen zahlen.

00:28:14: Das ist alles mehr oder weniger investiert worden Teilweise auch verpulfert worden Aber in Zimmern kam durch die Streckeneröffnung hat das Leben auf einmal pulsiert Und es war segensreich gewesen Für die Leute als Bauarbeiter nach Frankfurt oder nach Offenbach gefahren sind, die auch in Darmstadt gearbeitet haben.

00:28:36: Die Industrialisierung hat seinen Anfang genommen, Gewerbe ist aufgeblüht, der Handel also.

00:28:42: überall war Aufbruchstimmung und die Bahn war so das zündende Element nicht sagen wir.

00:28:48: Die Otenwaldbahn ist es schon in den Achtzehundertseinundsiebzigern.

00:28:50: irgendwann, da war viel früher und wir haben halt warten müssen von Dieburg, die die Rotgau-Bahn angeschlossen war und die dann nach Fellingertmann ist nach Einheim kam die Bahn nach Dammstadt.

00:29:02: Auf der Postkarte ist jetzt am Bahnhof dargestellt, auf der rechten Seite liegen Schwellen.

00:29:09: Das sind die Schwelle für den Bahnbau nach Darmstadt, das ist nämlich siebenundneinzig, ist die Bahn Nachdarmstadt gebaut worden.

00:29:17: Die Bahn nach Damstadt war natürlich um einiges wichtiger als die in Frankfurt weil das Zentrum mal was viel näher war.

00:29:23: Grund für den schnellen Bahnbauch nach Dormstadt war aber weniger Großzimmern sondern es Der Steinbruch am Ostberg.

00:29:31: Weil der Steinbruchs, der Schotter und die Steine sind über einer Feldbahn nach Oberramstadt gefahren worden.

00:29:38: Und das war eine Riesensache.

00:29:40: Es war kapazitätsmäßig überlastet.

00:29:43: Das ging gar nicht mehr anders weil auch Nachfrage da war.

00:29:46: Alles geflassert waren... Die Straßen waren ja früher unbefestigt und es war die Zeit wo die Ortsstraßen auch geflassert wurden.

00:29:56: Basalt ist gebraucht beim Ohneende und die haben draufgedrungen, dass Rostav angeschlossen wird.

00:30:01: Hat eine eigene Verladeranlage.

00:30:03: dann und in dem Zuge ist auch Großzimmern-Inkenus dieser Bahn gekommen war ein großer Fortschritt damals.

00:30:11: Dann ist die Karte aber so wunderbar gespeckt mit kleinen Anekdoten.

00:30:16: also man kann da einiges raussehen.

00:30:20: Also die Innenansicht von der Bereitwahl, also schon ein bisschen Werbung für das... Ja.

00:30:24: Dann die

00:30:24: Bahnschwellen, die da so eine Seite schon liegen

00:30:27: und machen davon ein Foto.

00:30:29: Und der Bahnhof selber ist so wie er bis ganz zuletzt gestanden hat, so ist er abgebildet auch, also der ist nichts verändert worden.

00:30:38: Als Anbau war allerdings nur ne kleine Güterhalle da, die dann später verlängert waren, es war noch nicht da die Bahnhofswirtschaft, die spätere Waterhalle.

00:30:50: Die ist also später angebaut worden was da war aber das Piss war das große.

00:30:55: Das hat Eindruck gemacht als Kind weil ich da keine Luft mehr gekriegt habe wenn ich drin war.

00:31:03: Das war so schwarz gestrichen und so eine Rinnetan-Utenmuttererurin abgelaufen ist.

00:31:11: Und im Reingold in der Rheinhörmer Straße Der hatte auf der Rückseite, auf seinem Grundschick hatte er das Sälchen gehabt.

00:31:18: Das war ein Backsteinbau und kleiner, innen drin ohne Zwischenwände relativ geräumig mit dem Ofen drinnen, mit dem Klavier drinnen.

00:31:29: Da ist gepflegte Gastlichkeit.

00:31:32: Hat das da gefunden?

00:31:33: Ja!

00:31:33: Gut gedeckte Tische und der ist Wein nach Wein Weinstube, Weinhandlung.

00:31:38: Der ist gut gezecht worden und da haben die Großzimmler die reicheren dieses Leistengründen und davon gab es eine ganze Menge.

00:31:45: Die Händler vor allen Dingen die Großhändler, die haben dort ihre Geschäftserfolge und so weiter, haben sie da gefeiert.

00:31:51: also das war schon was.

00:31:52: man kann das heute noch sehen wenn wir durch der alte Friedhof leucht, Kolbinganlage ja.

00:31:57: wenn er von der Ortsmitte kommt und geht am katholischen Kindergarten vorbei und geht dann dort wo das Spiel, da ist ein Spielgerät rechts Direkt an die Mauer geht und da kann man das Gebäude, das steht heute noch.

00:32:11: Das kann man auch sehen.

00:32:12: Und was wir auch sehen können, wer genau hinguckt, guckt sich die Mau an und es sieht er dass diese Mauer damals abgebrochen worden ist.

00:32:21: Fünf sechs Meter war sie abgebrochene damit man auch aus der Richtung dorthin konnte.

00:32:28: Man sieht's also mit anderen Steinen wieder aufgebaut wurde und man siehts an der Mauerkrone weil dort andere Platten liegen nicht Sandschandplatten sondern so viel ich weiß betonierte

00:32:37: Da müsste

00:32:38: ich erst mal drauf achten.

00:32:42: Ja, und das war letztendlich war das alles eine Folge vom Bahnbau von der wirtschaftlichen Aufschwung.

00:32:50: Also Großzimmern hat richtig profitiert in der Zeit?

00:32:55: Und deshalb war auch das Bahngelände sehr großzügig gewesen.

00:32:59: Ich denke es war von den Gleisanlagen.

00:33:01: Wir hatten vier Durchgangsgleise gehabt.

00:33:04: weil die Bahnsteige so eng waren hat man später einen Gleis weggenommen, weil es war einfach zu gefährlich.

00:33:09: Und dann waren hinten drei Gütergleise und vorne waren drei Güdergleise.

00:33:14: Dann ging's hinten zur Übernachtung.

00:33:16: Es waren drei Rampen da gewesen.

00:33:19: Also das war wirklich... Große

00:33:21: Anlage?

00:33:21: War eine

00:33:21: große Anlage!

00:33:23: Also größe...

00:33:23: Für so ein kleinen Ort.

00:33:24: Ja

00:33:25: ja, also mal größer als Dieburgs, mal größere als Rheinheim, obwohl das auch gnotend Punkte waren.

00:33:30: Also alle Achtungen ist wirklich was passiert.

00:33:35: Und jeden Tag kam ein Güterzug aus Darmstadt, am Anfang kam Zmoo.

00:33:40: Einer aus Frankfurt oder aus Dibber kamer, genau ich weiß ihn nicht.

00:33:44: und dann später war er nur noch der aus Darmschatt und da ist halt der ganze Fahmidag herangeschert worden.

00:33:49: ja und das habe ich als Kind... Ich hab immer aus dem Schlafzimmer Fenster rausgeguckt und da konnte ich das alles mitverfolgen Als ich noch nicht in der Schule ging.

00:33:58: Da brauchst du keinen Fernseher?

00:33:59: Nein,

00:34:00: das war so viel Leben gewesen.

00:34:03: und wenn ich von der anderen Seite rausgeguckt habe, also Richtung Ort, dann hab' ich auf die Kaisersaal geguckt und hab dort gesehen was.

00:34:12: da war immer die Kerprätis gehalten worden und alles... Da war also richtig Leben hat er!

00:34:17: Das ist ganz anders, wenn man heute durchs Ort geht.

00:34:21: Man sieht keine Kinder mehr, man sieht eigentlich niemand mehr alles auf der Straße abgespielt, das ganze Leben war.

00:34:28: Und wie gesagt in Erinnerung blieb mir immer wenn der Zug, der Abweiterzug aus Darmstadt gekommen ist und die sind alle schon zehn Meter vorher ab aus dem laufenden Zug sind abgesprungen unabgeschrien und dabei in den Wirtschaften unglaublich.

00:34:44: Ich hoffe da sind nicht so viele Unfälle passiert!

00:34:46: Das hört sich sehr, sehr wagemutig an... Ja

00:34:50: es gab einen tragischen Unfall.

00:34:52: Da ist eine Frau überfahren worden, aber mein Vater hat dann nicht viel erzählt.

00:34:55: Es hat ihn selber so mitgenommen.

00:34:59: Ich weiß nicht, ich meine es war selbst mal gewesen.

00:35:01: Ach hey ja gut!

00:35:03: Also das konnte dann auch keiner...

00:35:05: Einen Unfall gab's aber einmal.

00:35:08: die Rückwand von der Lokhalle ist durchbrochen worden.

00:35:12: Der Lokführer entweder war betrunken oder was weiß ich auf jeden Fall.

00:35:17: Die halbe Lok ist durch die Wand und hat hinten in der Wiese gestanden.

00:35:22: Das war der einzige große Unfall, den ich mal sensationisch groß sind.

00:35:27: Da hat das Parken nicht so richtig

00:35:29: gut geschlafen.

00:35:31: Ja die haben da die Lokführer und das Zugpersonal, die haben eine eigene Übernachtung dort gehabt in der Ecke hinten wo jetzt der Südring ist Und die mussten schon... Die Loks mussten ja angeheizt werden.

00:35:43: wenn sie um fünf Uhr wegfahren sind, sind die um drei Uhr schon auf die Lok und haben die angeheitzt.

00:35:49: also da war eigentlich Die letzte Suche kam dann auch erst gegen halb eins oder was ist das?

00:35:55: Rund um die Uhr war eigentlich Betrieb.

00:35:56: Ja, immer Betrieb!

00:35:57: Es war halt sonst kein Verkehr.

00:35:59: Nein, es war die Autohada.

00:36:01: Wer hatte Auto gehabt?

00:36:03: Keiner zu der Zeit.

00:36:04: Aber es kam dann und dann ruckzug wurde halt dann auch

00:36:08: tatsächlich

00:36:09: der Personenverkehr angestellt.

00:36:10: Dann hat der Bahnhof als der Verkehr eingestellt worden ist, ist der Bahnhoff immer noch offen geblieben und da sind zwei drei Jahre lang die hatten für den Bus verkauft worden.

00:36:19: Der Bus ist gegenüber vom Bahnhof abgefahren und nach Darmstadt.

00:36:23: Und der Vater hat immer noch die Karten für die Bußleute, dann war es ganz aus.

00:36:28: Dann ist der Vater nach Diebo gekommen, da hat er weitergearbeitet.

00:36:34: War richtig auch viel Geld.

00:36:36: Der Vater hatte Dienstpistole gehabt, da waren riesige Panzerschrankwaddedrin.

00:36:42: Da ist richtig viel Geld am Monatsende, wenn die Monatskarten gekauft worden sind.

00:36:49: Und ich konnte immer die abgelaufenen Karten, die sind dann immer eingesammelt worden.

00:36:53: Das war früher so... Die haben die Leute entweder irgendwo reingeworfen oder jetzt hat sich das Schaffner weggenommen.

00:36:58: und da war auf der Bahnsteigseite vom Bahnhof ein kleiner Anbau, so einen Vortag und da waren eine große Kiste mit den abgelaufenden Karten jede Menge verschiedene Farben hatten, also gab es Arbeiterrückverkarten und Sondersrück- und Kinderkarten.

00:37:13: Und alle Möglichkeiten!

00:37:14: Und jeder hat eine andere Farbe gehabt.

00:37:16: Das war wunderbar zum Spielen!

00:37:17: Ja klar... Bankartenkonfetti!

00:37:24: Genau so was!

00:37:26: Wenn du jetzt heute so zurückblickst und wenn wir jetzt noch ein bisschen nach vorne blickst, Großzimmern wünschen mit dem Verkehr.

00:37:35: Hast du Ideen, wie man das besser machen könnte?

00:37:38: Ich schwärme immer noch für die Straßenbahn.

00:37:41: Auf der anderen Seite ist halt so ... Der Betrieb in Darmstadt ist ein Inselbetrieb.

00:37:46: Da hat er nur eine Tausend Millimeter Spur.

00:37:48: Das ist nicht kompatibel mit unserer Spur.

00:37:52: Wir hatten die Idee gehabt, dass wir vom Ostbahnhof bis zum Hauptbahnhof einen drei-Schienengleis legten.

00:37:58: Was für ... Beides Spurbeiden gibt es.

00:38:01: in anderen Ländern ist das üblich.

00:38:03: Und dann hätte man in der Beziehung des Problems gelöst, aber ich sehe keine Hoffnung.

00:38:09: Ich kann's ehrlich sagen, ich seh keine Hoffnungen!

00:38:12: Es sind viele Reaktivierungen in Rheinland-Pfalz geschehen wo Bahnstrecken wieder öffnet worden sind, teilweise auch in Bayern und Baden-Württemberg und natürlich den Ausbau von der S-Bahnen Frankfurt, auch in den Sechziger-Siebzigerjahren, wie das an anfängt.

00:38:28: Da ist richtig Geld in die Hand genommen worden, weil man gesehen hat... Die Stadt hält es einfach nicht aus wenn hundertausend Leute mit dem Auto reinfahren.

00:38:35: Das geht nicht!

00:38:35: Das ist einfach unmöglich und man hat aber einen Oberroten gestoppt.

00:38:39: Wenn sie wenigstens bis die Burg weiter gebaut hätten, da hätten wir einen kurzen Weg zu einer super Sache.

00:38:46: Also wer weiß was sie zukunft springt?

00:38:49: Ich sehe im Moment keine Chance, sage ich ganz ehrlich.

00:38:54: Der Busverkehr ist ja durch den Schnellbus, den wir haben.

00:38:57: Ist der auch gar nicht so übel?

00:38:59: Wenn man so will.

00:39:00: Wir haben morgens in der frühen Zehn-Minuten-Tag nach Dampstadt.

00:39:04: also da brauchen wir nicht mehr auf die Uhr gucken.

00:39:06: Da geht mal ein Barin und sagt genau

00:39:08: einer.

00:39:10: Das ist schon sehr komfortabel.

00:39:12: Als sie die Strecke nach Dammstadt anstelle gelegt wurde, da musste ich dann mit dem Bus fahren.

00:39:17: Und da hat die Autobahn war noch nicht durchgegeben.

00:39:19: Die Bundesstraße vier Spurig.

00:39:22: Da war das dann so schlimm.

00:39:24: Da haben wir teilweise zwischen Gunthernhausen und Rostow, da haben wir schon im Stau gestanden.

00:39:29: Und mussten dann durch Rostoff, vielleicht derliche Zeit war das... Und erst durch die vierspurigen Ausbau hat sich das entspannt.

00:39:38: Also in dem Sinn hat sich damals eigentlich jeder gewünscht dass die Bahn weiterfährt.

00:39:43: aber es war vorbei.

00:39:45: Es war vorbei!

00:39:46: Es war politisch so gewollt und fertig.

00:39:49: Und so ging's bundesweit

00:39:51: Vielen,

00:39:52: vielen Orten.

00:39:53: Ja, gerade auf dem Land.

00:39:55: Hast du eine Eisenbahn zu Hause?

00:39:58: Ich hatte drei Spurbeinen, hatte ich.

00:40:01: HON und TT.

00:40:05: Das sagt mir jetzt leider

00:40:06: gar nicht.

00:40:08: HOO heißt H-null.

00:40:11: Also McLean... Und dann habe ich alles Mögliche mit zusammengebaut als wir im neuen Haus waren.

00:40:19: Ja, und ansonsten bin ich natürlich... Wir hatten den Vorteil, dass wir Freifahrscheine hatten.

00:40:28: Wir konnten zweimal umsonst freisen im Jahr.

00:40:31: Als ich dann so fünfzehn-sechzehn war und es dann kam so fernweh, da hab' ich meinen Vater gebeten, ob er mir nicht einen Freifahschein überlässt, den ich selber benutzen kann!

00:40:41: Und da habe ich damals die längste Strecke, die damals möglich war bei der Bau rauszusuchen.

00:40:47: Da bin ich allein mit fifteen Jahren nach Westerland Also in Hamburg, im Nachtzug nach Hamburg und dann mit dem Tagzug nach Westerland.

00:40:59: Und dort ich habe natürlich überhaupt kein Geld gehabt, da bin ich an der Strand gelaufen, wollte dort schlafen und das Gras hat aber so gezebt im Wind.

00:41:07: also ich konnte nicht einschlafen, bin dann die Stadt zurück auf eine Bank gelegt, hab geschlafen.

00:41:11: am nächsten Tag bin ich mit der Fähre.

00:41:13: Die Bahn hatte damals auch den Fährverkehr nach Helgoland Bin ich nach Helgoland, hab dort übernachtet.

00:41:19: Bin dann nach Cuxhaven und bin dann wieder nach Hause.

00:41:21: Das war so das Abenteuer in mehr Jahr.

00:41:25: Mit fünfzehn?

00:41:26: Schön!

00:41:28: Mein Mutter hat die Hände über den Kopf zusammengeschlagen aber der Vater hatte Verständnis dafür gehabt und mir ist auch nichts passiert.

00:41:34: Das ist das Wichtigste und es ist eine tolle Geschichte und eine toller Erfahrung und Erinnerung.

00:41:40: Ja eine Frage habe ich noch an dich.

00:41:42: wenn du jetzt irgendwie ne Zugreise machen Wollen würdest, würdest du dann so Orient-Express fahren gerne mal oder Glacier-Expresse?

00:41:52: und was ist da nicht alles für tolle Zukunft?

00:41:54: Ist das denn in der Schweiz der Glaciers?

00:41:56: Ich meine ja.

00:41:58: Das habe ich alle schon hinter mir.

00:42:01: Also transibirische Eisenbahnen von Singapur nach Bangkok und alles Mögliche Und in der Schweiz hat es eine Zeit lang... Ich weiß nicht ob es heute noch gab's... So vier Tage konnte man überall fahren für Touristen, also für Ausländer.

00:42:17: Und das habe ich ausgenutzt.

00:42:18: von morgens vier bis nach zum zehn bin ich durch die ganze alle Backbahn abgefahren.

00:42:24: Das ist war fantastisch!

00:42:25: War eine wunderschöne Zeit.

00:42:30: Ja so sind die Erinnerungen.

00:42:33: ja und jetzt... Ich war im Gemeindeparlament zwölf Jahre Und war Fraktionsvorsitzender von der Freien Wähler-Gemeinschaft.

00:42:41: Wir hatten uns auch dafür eingesetzt.

00:42:43: und als dann das Schlusspunkt vom Ganzen, wo ich da überhaupt keine Hoffnung mehr hatte, war, dass das Baugebiet Süd dann eröffnet worden ist – Otsbergringen usw.

00:42:50: Da hatten wir einen Antrag geschält, die Verhandene Trase bitte frei gehalten wird für die Zugut verweise nie was sich noch entwickelt, dass dort wieder Ziegen

00:43:01: abgelehnt

00:43:02: waren.

00:43:02: Aber auf diesem alten Bahndamm habe ich ja als Kind noch gespielt?

00:43:06: Ja!

00:43:07: Und Eidechsen gefangen.

00:43:09: Ja, da

00:43:10: kann ich mich erinnern.

00:43:11: Da haben viel Brombeeren sie dort gewachsen.

00:43:13: Genau!

00:43:13: Da war die Steine heiß geworden.

00:43:17: Kann ich mich gut erinneren und jetzt ist halt ein Fahrradweg dort aber auch in Ordnung.

00:43:23: Wir wissen nicht was die Zukunft bringt.

00:43:25: wir hoffen das wir es besser machen und dass es gut wird für uns alle Und auf jeden Fall war das super schön dir zuzuhören.

00:43:33: Ja, total spannend!

00:43:35: Aber wir haben

00:43:35: auch noch was zu tun... Ich bin halt ein bisschen schwitzer, das müsste gar

00:43:39: kein Problem sein.

00:43:39: Das müsste

00:43:40: ich schuldigen.

00:43:41: wenn ich mal der Fahrt abgenommen habe höre ich nicht mehr herauf und komme vom Unwärtsnishaus.

00:43:45: Ja aber

00:43:45: das sind ja tolle Geschichten Und

00:43:47: für

00:43:47: uns ist das ein Glück.

00:43:48: Stell dir vor, es ist so schweigsamer als schwierig!

00:43:53: Wir haben noch was für dich.

00:43:54: Oh jetzt gibt's noch was Flüssiges?

00:43:55: Für die Stimme?

00:43:56: Nein, das ist auch eine Ehrspringswasser.

00:43:58: bitte nicht trinken.

00:43:59: Nicht für die Stime sondern für die stimmung.

00:44:02: Ach soll ich... Ist das also Holisches?

00:44:04: Nein.

00:44:04: Das

00:44:04: ist echt das Gerspringsweile.

00:44:06: Außengleichs.

00:44:08: Ach du geil, sonst zum Einreibe

00:44:10: Zum Einreiben,

00:44:11: das ist mal

00:44:12: eine gute Verwendung.

00:44:13: Das sind wir noch gar nicht gekommen!

00:44:15: Ich weiß zwar nicht genau was man damit einreift

00:44:18: aber... ich teste einfach mal, dass es eine Wirkung hat und

00:44:20: dann erzählst du uns ja

00:44:21: bitte bald die nächsten Mal.

00:44:25: Vielen Dank!

00:44:26: Vielen Dank.

00:44:26: Gute und bis zum nächsten Mal.

00:44:28: Bis

00:44:28: zum nächsten

00:44:29: mal.

00:44:29: Ich bedanke

00:44:30: mich vielmals, dass ich da sein konnte.

00:44:32: Es war so schön.

00:44:33: Danke.

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